Tag : Baby

Babys ein gesundes Ernährungsverhalten beibringen

Schmeckt gut und ist gesund!

Eltern stellen die Weichen für ein gesundes Ernährungsverhalten. Aber das Essen sollte natürlich auch gut schmecken, damit der Nachwuchs Appetit auf gesundes Essen bekommt. Hier einige Anregungen auf der Grundlage der AID-Kinderpyramide

Trinken

Kinder benötigen am Tag etwa 1 Liter Flüssigkeit. Eine wichtige Quelle für die Kleinen ist und bleibt Milch. Diese enthält viele Vitamine und Mineralstoffe, ist aber auch sehr nährstoffreich und gilt deshalb eigentlich als Lebensmittel. Da Kinder die Abwechslung lieben, sollte man über den Tag verteilt 5-6 Gläser unterschiedlicher Getränke anbieten. Wasser gehört auf jeden Fall dazu, auch Tee und Fruchtsäfte, gerne frisch gepresst und deshalb frei von zusätzlichem Zucker. Diese kann man wegen der Kalorien und des Fruchtzuckers am besten mit Wasser verdünnen.

Kohlenhydrate

Getreide ist nach Ernährungsempfehlungen aller Experten die Basis einer gesunden, ausgewogenen Kinderernährung. Für Kleinkinder heißt das: 5 Getreidemahlzeiten pro Tag. Idealerweise aus Vollkorn. Als Brot werden Roggen – und Roggenmischbrot empfohlen, möglichst fein gemahlen. Reis, Kartoffeln und Nudeln steuern ebenfalls viele Kohlenhydrate zur Kinderernährung bei. Da Nudeln bei vielen Kindern erfahrungsgemäß besonders gut ankommen, sollte man die Kleinen von Anfang an auch an den guten Geschmack von Kartoffeln und Reis heranführen. In den Tag startet der Nachwuchs gut mit einem Müsli. Die Mischung von Haferflocken und frischem Obst versorgt die kleinen Abenteurer mit vollen Energiespeichern.

Obst und Gemüse

Ernährungsexperten empfehlen heute Geschmacksvielfalt von Anfang an. Bieten Sie Ihrem Nachwuchs also nicht nur den bekannt gesunden Apfel an, sondern auch andere Fruchtsorten. Je nach Jahreszeit ist das Angebot an Birnen, Beeren, Bananen, Kiwis, Pfirsichen oder Kiwis mal größer und mal kleiner. Im Winter kann man durchaus zu importierter Ware greifen. In manchen Gemüsesorten stecken übrigens mehr Vitamine und Mineralstoffe als in vielen Obstsorten. Roh oder gekocht? Beides wird für eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung empfohlen. Roh schmecken Karotten, Gurken, Kohlrabi und Tomaten manchem Kleinkind besser als gekocht oder gebraten. Lassen Sie Ihr Kind einfach probieren. Je früher es eine geschmackliche Vielfalt schätzen lernt, desto besser für sein ganzes Leben.

Eiweiß

Insgesamt empfiehlt die AID-Kinderpyramide vier Portionen aus der Gruppe der eiweißhaltigen Lebensmittel. Drei davon entfallen auf Milch und Milchprodukte. Sie steuern mit ihrem hohen Gehalt an Kalzium einen wichtigen Mineralstoff für ein gesundes Knochenwachstum bei. Achten Sie aber auf den Fettgehalt. Bleibt noch eine Portion offen. Hier kann man wählen zwischen Ei, Fisch und Fleisch, schonend gegart. Da ein Zuviel an Eiweiß die kindlichen Nieren überfordern kann, sollten diese Lebensmittel achtsam angeboten werden. Auch bei Wurst und Käse gilt Zurückhaltung.

Gemeinsame Mahlzeiten sind wichtig

In der Hektik des Alltags fällt es manchmal schwer, Zeit für gemeinsame Mahlzeiten zu finden. Dabei ist das gemeinsame Essen ganz wichtig. Am Esstisch darf gegessen, gelacht und, wenn es nötig ist, auch gestritten werden. Das schafft Verbundenheit. Eine familienorientierte, ritualisierte Esskultur ist außerdem Grundstein für gesunde, regelmäßige Essgewohnheiten im späteren Leben.

Das kann ich schon!

Das hören Eltern oft und nicht unbedingt gerne. Zur Freude über den aktiven Nachwuchs gesellt sich die Sorge: Ist es nicht zu gefährlich, wenn mein Kind ein Messer in die Hand nehmen will? Aber diese Sorgen sind meistens unbegründet. Wenn es auf das Kindergartenalter zugeht, ist der Nachwuchs schon ganz schön pfiffig und geschickt im Umgang mit Küchenutensilien, Obst und Gemüse. Schließlich schauen die Kleinen ganz genau hin, was Mama und Papa in der Küche so anstellen. Trauen Sie Ihrem Kind also ruhig etwas zu. Anfangs ist es vielleicht noch eine Herausforderung, wenn die willigen Helfer Obst und Gemüse einfach nur herbeiholen sollen. Aber bald können sie es waschen, putzen und dann auch schneiden. Den Tisch decken und abräumen lernen die Kleinen auch ganz schnell. Erfolgserlebnisse sind wichtig für die Entwicklung. Da sollte man es auch in Kauf nehmen, dass schon mal eine Tasse oder ein Teller zu Bruch geht.

Noch mehr Tipps

1 Als Portion gilt, was auf bzw. in eine Kinderhand passt.

2 Je natürlicher ein Lebensmittel, desto weniger Zusatzstoffe. Das reduziert die Allergiegefahr.

3 Bieten Sie Ihrem Nachwuchs von Anfang an eine geschmackliche Vielfalt an. Und wenn etwas nicht auf Anhieb schmeckt, ruhig öfter anbieten.

4 Nichts gegen Pizza, Pommes und andere Fertiggerichte, aber nur in Maßen. Sie enthalten viele unnötige Zusatzstoffe, zu viel Salz, zu viel Zucker und zu viel Fett.

5 Wenn Sie Ihren Nachwuchs vegetarisch ernähren mochten, sollten Sie stattdessen viele Vollkornprodukte und Nüsse auf den Tisch bringen. Und insgesamt für eine ausgewogene Ernährung sorgen.

Urvertrauen

Alles wird gut

Je positiver unsere frühkindlichen Bindungserfahrungen sind, umso stärker sind wir im Leben. Deshalb ist es so wichtig, dass Eltern ihrem Baby Urvertrauen und Sicherheit mit auf den Weg geben

Kind sein in diesen Zeiten ist nicht leicht.


Die Kleinen von heute durchlaufen einen anstrengenden Sozialisationsprozess in einer Welt der unbegrenzten Möglichkeiten. Das Leben ist ein wunderbares aber auch nie ganz berechenbares Abenteuer – auf lange Sicht gespickt mit schönen und weniger schönen Spielarten des Schicksals. Wie wird man am besten mit den Stürmen des Lebens fertig?

Der britische Kinderpsychiater John Bowlby hat als erster die Bedeutung der Bindung für unsere seelische und soziale Entwicklung erkannt und die Bindungstheorie formuliert. „Resilienz!“, sagt auch die Psychologin Dr. Doris Wolf aus Mannheim. Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Widerstandsfähigkeit. „Um resilient zu werden, brauchen Kinder positive Bindungserfahrungen“, weiß die Expertin. „Unsere frühesten Bindungserfahrungen stellen wichtige Weichen für unser Leben. Eine warmherzige enge und zuverlässige Beziehung zu unseren Eltern oder einer nahen Bezugsperson ist unerlässlich, um ein positives Selbstwertgefühl und ein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln zu können.“

Ein Gefühl von Sicherheit

Warum gerade unsere frühesten Erfahrungen relevant sind, liegt auf der Hand: In den ersten Lebensmonaten befinden wir uns in einem Zustand vollkommener Abhängigkeit von der Fürsorge anderer Menschen. Die einzige Möglichkeit, auf sich und die eigenen Bedürfnisse aufmerksam zu machen ist zunächst Weinen. Je schneller und liebevoller ein Kind Reaktion hierauf erfährt, umso leichter fällt es ihm, Urvertrauen zu entwickeln: Ein Gefühl von Sicherheit gepaart mit einer von Zuversicht prägt schon jetzt die zukünftige Lebenshaltung: „Es wird sich alles zum Guten wenden.“

Reagieren Eltern nicht oder nur verzögert auf das Weinen des Kindes, bedeutet das eine nachhaltige Erfahrung von Hilflosigkeit und Ohnmacht, einer häufigen Grundlage für pathologische seelische Entwicklungen. „Die Folgen dieser Erfahrung sind, dass das Kind in bedrohlichen Situationen schneller aus dem Gleichgewicht gerät, mehr Stresshormone ausgeschüttet werden und es länger braucht, bis es sich beruhigt hat. Es entwickelt die Grundhaltung: Ich bin nicht liebenswert. Meine Wünsche stoßen auf Ablehnung“, erklärt Dr. Wolf.

4 fundamentale Tipps für eine sichere Bindung

Ausgiebig schmusen! Intensiver Körperkontakt vermittelt gerade in den ersten Lebensmonaten das Gefühl des Beschützt – Seins.

Umgehend und liebevoll regieren! Lassen Sie Ihr Baby nicht lange weinen. Je schneller Eltern Ihr Baby in die Arme nehmen und liebevoll streicheln, desto stärker die Wirkung.

Zuverlässig agieren! Eindeutigkeit des Handelns ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung von Resilienz. Das Kind erlebt eine Bezugsperson, die auf seine Signale mal liebevoll und mal abweisend reagiert, als extrem verunsichernd.

Trösten und beruhigen! Babys Signale sind nicht immer eindeutig. Trost und Beruhigung zeigen einem weinenden, unruhigen Baby, dass Mama und Papa zur Stelle sind, wenn es Hilfe braucht.

Was tun, wenn die Bindung der Eltern zu den eigenen Eltern problematisch war?

Endlich ist das Wunschbaby da, aber Sie haben Probleme, ihrem Kind die Liebe und Zärtlichkeit zu geben, die es offensichtlich braucht und die Sie so gerne geben möchten? Viele Menschen haben in ihrer eigenen Kindheit kein Urvertrauen aufbauen können, und das macht sich im Umgang mit dem eigenen Nachwuchs bemerkbar. Zwar können wir frühkindliche Bindungserfahrungen nicht löschen, aber wir uns jederzeit neu ausrichten und positive Erfahrungen mit anderen Menschen sammeln. Außerdem können wir unsere Einstellung zu uns selbst verändern. Häufig gelingt es, mit Hilfe einer Therapie das Verhältnis zu den eigenen Eltern neu zu gestalten und Abstand von den eigenen Verletzungen zu gewinnen.

Die Psychologin Dr. Doris Wolf empfiehlt Eltern: Mehr Infos unter www.psychotipps.com

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Wenn zu wenig Tränen fließen

Ein blockierter Tränengang tritt häufig beim Baby auf. In den meisten Fällen öffnet er sich von alleine oder mit Massage. Wenn aber keine Besserung in den ersten sechs bis zwölf Monaten erfolgt, kann u.a. eine Spülung oder Sondierung des Tränenwegs erforderlich sein.

Je häufiger Entzündungen auftreten, desto eher kann ein Eingriff sinnvoll sein. Länger bestehende Störungen des Tränenflusses bergen neben möglichen Augenschäden durch Infektionen zudem das Risiko, dass das betroffene Auge eine Schwachsichtigkeit entwickelt. „Durch eine tägliche Massage des Tränensacks können Eltern die Öffnung des Tränenkanals fördern. Dabei sollten sie etwa drei- bis viermal täglich etwa zehnmal mit der Fingerkuppe des kleinen oder des Zeigefingers oder mit einem Wattestäbchen vom inneren Lidwinkel mit leichten Druck eine ausstreichende Bewegung zur Nase hin machen“, rät Dr. Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. „Am besten lassen sich Eltern die Massagetechnik vom Kinder- oder Augenarzt zeigen. Zum Beseitigen von Krusten um das Auge sollten Eltern saubere Wattebällchen benutzen, die sie in warmes Wasser getaucht haben. Es empfiehlt sich, die Augen von innen – nahe der Nase – nach außen zu säubern“, so Dr. Niehaus. Antibiotische Augentropfen verschreibt der Arzt eventuell bei Entzündungen.

Tränen halten die Augen gesund

Tränen helfen, die Augen gesund zu halten, indem sie sie befeuchten und mit Sauerstoff versorgen. Sie schützen die Augen, indem sie ihre Oberfläche mit natürlichen Antibiotika beschichten und irritierende oder schädliche Substanzen wegwaschen. Reibt sich das Baby ständig die Augen, tränen die Augen übermäßig oder entwickeln einen Ausfluss, sind die Augen oder Wimpern nach dem Schlafen verklebt, die Tränensäcke geschwollen, können dies Hinweise auf einen verstopften Tränengang sein. Dann sind meist die Tränenkanäle noch nicht voll entwickelt oder zu eng. Bemerken Eltern Probleme am Auge, sollte ein Kinder- und Jugendarzt bzw. auf Kinder spezialisierter Augenarzt das Baby gründlich untersuchen, um sicherzustellen, dass keine anderen Ursachen vorliegen, etwa eine Bindehautentzündung.

Etwa 70 Prozent der Säuglinge kommen mit blockiertem Tränengang zur Welt, doch bei den meisten öffnet er sich unbemerkt bis zur vierten Lebenswoche.

Stressfalle

PSYCHOLOGIE – Wege aus der Stressfalle

So wunderbar die Zeit mit einem Baby meistens ist – es gibt auch weniger schöne Tage, an denen Eltern an ihre Grenzen kommen. Da hat jede Famlie ihre eigenen Probleme, denn jedes Kind ist anders. Es gibt die Sonnenscheinchen, die immer lachen, nachts schon meist durchschlafen, gesund sind und selten schreien. Andere Babys weinen oft, haben Bauchweh, sind ständig erkältet oder brüllen aus unerfindlichen Gründen und halten ihre Eltern auch nachts auf Trab. Das kostet natürlich Nerven. Aber nicht immer liegt’s am Nachwuchs, wenn sich Gefühle der Überforderung einschleichen. Denn auch Väter und Mütter haben ihre Schwachpunkte. Nicht jeder Mensch ist gleich belastbar. Und schon die normale Versorgung eines Babys oder Kleinkindes kann einen stark fordern.

Was soll ich bloß machen,

wenn sich jeder neue Tag vor mir auftürmt wie ein hoher Berg, den ich überwinden muss? Beschleichen einen solche Gefühle häufiger, sind sie tatsächlich ein Warnzeichen. Dann muss sich etwas ändern. Was aus der Stressfalle hilft:

Auf Perfektion verzichten.

Das Baby optimal zu versorgen und gleichzeitig die Wohnung spiegelblank zu wischen, ist zuviel des Guten. Der Haushalt darf ruhig mal vernachlässigt werden. Wer das Geld hat, sollte sich in der schwersten Zeit eine Putzhilfe ins Haus holen.

Hilfe annehmen.

Wenn die Mutter mal einspringen kann oder eine gute Freundin für ein paar Stunden, solche Angebote auf jeden Fall annehmen. Keine Sorge, dem Baby geht’s auch mit anderen lieben Menschen gut. In dieser Zeit bewusst etwas für sich tun, am besten außer Haus. Mal zum Friseur gehen, sich mit anderen treffen, durch die Stadt bummeln. Hauptsache, auf andere Gedanken kommen.

Die Arbeit neu aufteilen.

Auch wenn der Partner den ganzen Tag unterwegs ist und erst am frühen Abend heimkommt, sollte er ein paar Aufgaben übernehmen – zum Beispiel das Kind für eine Stunde betreuen, eine Mahlzeit zubereiten und es für die Nacht anziehen. Das schafft Entlastung und macht den Kopf etwas freier.

Wer es sich leisten kann

und ein Zimmer übrig hat, kann sich Hilfe aus dem Ausland holen: nämlich ein Aupair-Mädchen einstellen, das bei einem wohnt und viele Aufgaben rund um die Baby-Betreuung und den Haushalt übernimmt. Alternativ wäre auch ein bezahltes Kindermädchen von Nutzen, das mehrmals die Woche für ein paar Stunden solche Aufgaben übernimmt.

Wenn das Baby ständig weint und schreit,

erst mal über mögliche naheliegende Ursachen nachdenken: Hat es vielleicht einfach nur Hunger? Ist es in seiner Umgebung zu laut, und schläft es dadurch zu wenig? Oft lassen sich solche Probleme ganz leicht abstellen. Findet sich die Ursache nicht, hilft eine sogenannte Schrei-Ambulanz weiter. Schrei-Ambulanzen mit Ärzten und Psychologen finden sich in jeder größeren Stadt.

Nicht immer liegt’s am Baby.

Mütter und gelegentlich auch Väter geraten nach der Geburt nicht selten in eine seelische Schieflage, die als postnatale Depression bezeichnet wird. Viele Menschen sind ohnehin nicht sehr belastbar und waren auch vor der Schwangerschaft schon häufig ängstlich und bedrückt. Dann ist psychologische Hilfe dringend nötig.

Beratungsstellen,

die es überall in Deutschland gibt, helfen einem aus Krisensituationen heraus. Niemand sollte sich schämen, solche Hilfen anzunehmen. Im Gegenteil: Den Mut aufzubringen, sich professionell helfen zu lassen, ist ein Zeichen von Stärke und darf einen ruhig ein bisschen stolz machen.

Dreitage-Fieber

Keine Bange beim Dreitage-Fieber  

Auf einmal glüht die Stirn, das Baby wirkt krank. Da machen sich die Eltern natürlich große Sorgen. Müssen sie aber nicht …

Wie aus dem Nichts ist das hohe Fieber plötzlich da. Auf bis zu 40 Grad kann die Körpertemperatur steigen, wenn ein Herpesvirus das Baby oder Kleinkind erwischt hat. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist hoch, fast jeder durchläuft diese Erkrankung im Kindesalter. Und natürlich wirkt das Ganze erst mal bedrohlich, schließlich ist die Stirn heiß, die Augen glänzen fiebrig. In seltenen Fällen kann es auch zu Fieberkrämpfen kommen. Weitere Symptome treten bei den meisten Kindern erst mal nicht auf.

Ab zum Kinderarzt

Trotzdem machen sich die Eltern große Sorgen um ihren Liebling und eilen mit ihm schleunigst zum Kinderarzt. Was auf jeden Fall richtig ist. Der Arzt untersucht das Kind auch, um schwerere Erkrankungen wie eine Influenza-Grippe auszuschließen. Eine ganz sichere Diagnose wird er zumindest am Anfang kaum stellen können. Erst nach drei bis vier Tagen ist die Sache klar. Dann fällt das Fieber nämlich so schnell, wie es gekommen ist. Und am Oberkörper zeigt sich ein roter Hautausschlag, hauptsächlich an Bauch und Rücken.

Keine eindeutigen Symptome

Das Seltsame an diesem Leiden: Die Symptome können auch ganz oder teilweise fehlen. Das heißt, der Hautausschlag bleibt aus. Oder das Fieber ist nicht so hoch. Manchmal treten aber auch mehr Symptome auf, etwa Erbrechen oder Durchfall. Der Rachen kann entzündet sein, mitunter sind auch die Lymphknoten am Hals geschwollen. Medikamente, die gegen die Erreger direkt wirken, gibt es nicht. Der Arzt kann aber fiebersenkende Mittel verschreiben, wenn die Körpertemperatur allzu heftig steigt oder gar Fieberkrämpfe auftreten – die nicht gefährlich sind und keine chronischen Schäden hinterlassen.

Ausreichend Flüssigkeit

Auch ohne Behandlung klingt die Erkrankung nach wenigen Tagen ab. Die Eltern müssen weiter nichts tun. Sie sollten aber dafür sorgen, dass ihr Kind genügend Flüssigkeit aufnimmt. Das ist wichtig, weil durch das hohe Fieber viel Körperflüssigkeit verdunstet. Wasser, verdünnte Tees oder Säfte auch mit Traubenzucker sind geeignet, wenn das Kind schon etwas älter ist. Babys brauchen häufiger als sonst die Mutterbrust oder das Milchfläschchen. Wenn das Kind partout nichts trinken will, mit ihm rasch zum Arzt gehen.

Keinen Appetit

Mag es nichts essen, ist das nicht schlimm. Nach ein paar Tagen kehrt der natürliche Appetit zurück, und der kleine Patient wird bald wieder zum Wonneproppen. Einen wirksamen Schutz vor der Erkrankung gibt es nicht. Die Erreger werden per Tröpfcheninfektion etwa beim Niesen übertragen. Das Kind kann sich im Prinzip also überall anstecken, wo sich Menschen aufhalten. Auch Erwachsene, die akut daran erkrankt sind, werden zum Überträger der Keime.

Die gute Nachricht: Wer die Infektion hinter sich hat, ist danach lebenslang immun gegen das Virus.

Abwehr stärken

Das fördert die Abwehrkräfte

Mamas Antikörper schützen das Neugeborene vor Krankheiten. Schnell aber bildet sich beim Baby ein eigenes Immunsystem. Wie es gestärkt werden kann.

Rosig und propper liegt es in seinem Bettchen: Ein gesundes Baby freut die Eltern, aber eigentlich ist das etwas ganz Natürliches. Denn schon im Mutterleib profitiert das Ungeborene vom Immunsystem seiner Mama, und diesen „Nestschutz“ übernimmt es nach der Geburt. Für einige Monate ist es nun weitgehend sicher vor Krankheitskeimen, denn Mamas Antikörper wehren alle gängigen Erreger ab. Gleichzeitig bildet es rasant ein eigenes Immunsystem aus.

Natürliche Abwehrschwäche

Allerdings kommt es Monate nach der Geburt zu einer Art natürlicher Abwehrschwäche. Denn der Nestschutz der Mutter wirkt nun nicht mehr, die körpereigenen Immunkräfte sind noch nicht auf der Höhe. Tatsächlich dauert es einige Jahre, bis ein kindliches Immunsystem ausgereift ist, sprich: gegen die am häufigsten vorkommenden Keime Antikörper hergestellt hat, die es vor Krankheiten bewahren.

Erreger haben noch leichtes Spiel

Sobald das Baby daher häufiger Kontakt hat etwa zu anderen Kindern wie Geschwistern oder Babys in der Krabbelgruppe, fängt es sich leicht mal einen Schnupfen ein. Auch Magen-Darminfekte, Husten oder Mittelohr-Entzündungen nehmen jetzt zu. Die Erreger haben noch leichtes Spiel, können das Immunsystem ohne Mühe austricksen. Das ist zum Teil von der Natur auch so erwünscht.

Lernen, zu unterscheiden

Eine Studie der Unis Hannover, Münster und Bonn hat gezeigt, dass ein zu starkes Immunsystem fürs Baby gefährlich wäre. Es würde sich dann auf zu viele Keime gleichzeitig stürzen, was schwere Entzündungsreaktionen auslösen könnte. Außerdem müssen die Abwehrkräfte lernen, harmlose von bedrohlichen Keimen zu unterscheiden. Das Immunsystem wird durch dieses Training mit jedem Tag schlauer. Deshalb sollten sich die Eltern keine Sorgen machen, wenn Babys Nase läuft oder andere Infekte auftreten. Schützen können sie es vor den Keimen ohnehin nicht. Das wäre auch nicht gut fürs Kind.

Trainingseffekt

Mediziner raten strikt davon ab, etwa Desinfektionsmittel in der Umgebung des Babys anzuwenden – außer wenn sich wirklich gefährliche Erreger in der Familie ausbreiten. Das Baby von anderen Kindern fernzuhalten, ist ebenfalls keine gute Idee. Denn durch den Kontakt mit anderen Menschen verstärkt sich der Trainingseffekt fürs Immunsystem. Wenn das Kind später in eine Kita kommt, gerät es wiederum mit einer Fülle neuer Keime in Kontakt.

Das führt fast zwangsläufig zu Infektionen, die aber ihren Sinn haben. Auch sie sorgen dafür, dass die Immunkräfte des Kindes immer ausgereifter und schlagkräftiger werden. Kann ich dem Immunschutz meines Babys zusätzlich auf die Sprünge helfen? Ja, über die Ernährung. In den ersten Monaten ist die Muttermilch sehr hilfreich. Sie enthält sogenannte Preobiotika. Das sind Zuckermoleküle, die die Entstehung einer gesunden Darmflora fördern.

Produzenten von Antikörpern

Der Darm gehört zu den wichtigsten Produzenten von Antikörpern. Ab dem sechsten Lebensmonat erhält das Baby außerdem Beikost. Ist sie gesund und ausgewogen, sorgen ihre Vitalstoffe und kräftigenden Substanzen für eine weitere Stärkung der Abwehrkräfte. Außerdem: keine Angst vor kühlen Winden.

Ein Baby oder Kleinkind sollte auch bei schlechterem Wetter vor die Tür kommen. Möglichst einmal am Tag eine Runde mit dem Kinderwagen drehen. Auch die wechselnden Temperaturen draußen sind ein gutes Training gegen Krankheiten.

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Richtig stillen – so geht’s

Stillen bietet für Säuglinge und Mütter viele Vorteile: Mit der Muttermilch erhält das Baby alle wichtigen Nährstoffe in der richtigen Qualität und Menge, die es für eine gesunde Entwicklung braucht.

Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, betont: „Muttermilch enthält besondere Abwehr- und Schutzstoffe, die ein Kind vor Krankheiten schützen können. Und sie verhindert auch, dass das Baby überernährt wird. Sie ist zu jeder Zeit und an jedem Ort verfügbar, hat immer die richtige Temperatur, ist hygienisch einwandfrei – und dabei kostenlos. Stillen gelingt dann am besten, wenn sich sowohl Mutter als auch Kind dabei wohlfühlen. Mit praktischen Tipps wollen wir Mütter darin bestärken, ihr Kind zu stillen.“

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt folgende Empfehlungen                    zur Stillzeit:

  • Stillende sollten sich anfangs einen ruhigen Ort suchen, an dem sie sich wohl fühlen und sich ganz auf ihr Baby konzentrieren können.
  • Bei allem Neuen sollten sie Vertrauen zu sich und ihren Möglichkeiten als Mutter haben.
  • Mütter sollten sich und ihr Baby als Team für gute gemeinsame Zeiten sehen.
  • Die Unterstützung des Partners oder der Partnerin ist von unschätzbarem Wert.
  • Stillende sollten sich mit anderen Müttern zusammen tun, um sich gegenseitig zu unterstützen, nicht nur beim Stillen.
  • Auch wenn es nicht immer einfach ist – die Mutter sollte zwischendurch auch immer wieder Ruhepausen für sich selbst finden.
  • Eine gesunde und ausgewogene Ernährung der Mutter dient sowohl dem Säugling als auch dem Wohlbefinden der Stillenden.
  • Für die optimale Ernährung des Säuglings wird das ausschließliche Stillen mindestens bis zum Beginn des fünften Lebensmonats empfohlen. Nach Einführung von Beikost sollte parallel weiter gestillt werden, solange Mutter und Kind es wollen.
  • Während der gesamten Stillzeit sind Alkohol und Rauchen schädlich.

Weiterführende Informationen zum Thema Stillen unter
https://www.kindergesundheit-info.de/themen/ernaehrung/stillen/

Finanz-Check

Der neue Erdenbürger will gut versorgt sein, das kostet etliche Euro. Welche finanziellen Belastungen auf die Eltern zukommen.

Die Grundausstattung ist erst mal das Teuerste

Den Kinderwagen besorgen, das Babybettchen, die Erstausstattung an Decken, Stramplern, Windeln. Vielleicht auch das Kinderzimmer streichen und dekorieren, Kindersicherungen anbringen etwa an Steckdosen. Wenn alle diese Teile neu gekauft werden, ist schnell der erste Tausender weg. Es geht aber auch billiger, nämlich gebraucht: Kinderwagen zum Beispiel sind nach ein, zwei Jahren oft noch in einem guten Zustand und werden günstig abgegeben, ebenso Babybetten. Gebrauchte Babywäsche kostet fast gar nichts. Bei knapperer Kassse also umhören. Auf den Verkaufsplattformen im Internet lässt sich so manches Schnäppchen machen.

Ist alles vorbereitet für die Ankunft des Babys, fallen speziell bei stillenden Müttern erst mal keine großen Kosten an.

Die Muttermilch ist umsonst, lediglich die Windeln sind zunächst ein fester Kostenfaktor. Da ist, je nach Marke, mit rund 40 Euro im Monat zu rechnen. Feuchttücher sind ebenfalls nötig, aber kosten nur ein paar Euro. Das Baby wächst allerdings rasch, und neue Strampler, Schuhchen und Jäckchen werden bald nötig. Hier ist, je nach Hersteller und Anbieter, die Preisspanne groß. Günstige und gute Strampler zum Beispiel kosten im Dreierpack ab ca. 20 Euro.

Wird das Kind nicht gestillt, sondern bekommt das Fläschchen, fallen zusätzliche Kosten an.

Das Milchpulver liegt bei ca. 7 Euro pro Packung, etwa vier bis fünf davon nuckelt ein Baby im Laufe eines Monats weg. Ein guter Dampfsterilisator für die Milchfläschen liegt bei ca. 70 Euro.

Das sind grob gerechnet die Anschaffungs- und laufenden Kosten im ersten Halbjahr.

Auch im zweiten Halbjahr verändern sie sich nicht sehr. Das Baby wächst nun noch schneller aus seinen Sachen heraus, was neue Ausstattungen nötig macht.

Auch hier der Tipp: Nach gebrauchten Textilien Ausschau halten, das senkt die Kosten erheblich. Die Milch wird nun langsam immer uninteressanter fürs Kind, es möchte feste Nahrung haben. Deshalb starten die meisten Eltern um den sechsten Lebensmonat herum mit der Beikost. Knapp einen Euro kostet ein Gläschen etwa mit pürierten Möhren oder anderen Zutaten. Das macht am Anfang bei einem Gläschen pro Tag knapp 30 Euro im Monat. Später wird das Baby hungriger, bekommt abends auch Brei. Dann sind, wenn die Gläschenkost fertig gekauft wird, schon knapp zwei Euro am Tag fällig, also etwas unter 60 Euro im Monat. Allerdings lässt sich auch hier einiges sparen, indem man selber kocht. Möhren, Kartoffeln & Co. sind sehr billig im Einkauf. Da fällt nicht mal die Hälfte an Kosten an, die sonst für die Gläschen entstehen würden.

Die laufenden Kosten fürs Kind werden zumindest in der ersten Zeit durch Zuwendungen vom Staat mehr als abgedeckt.

So gibt es auf Antrag Kindergeld in Höhe von 204 Euro. Den Antrag hierfür bei der zuständigen Familienkasse der Arbeitsagentur stellen. Auch Elterngeld fließt aufs Konto. Das sind je nach vorherigem Einkommen zwischen 300 und 1800 Euro. Elterngeld soll in erster Linie den Verdienstausfall von Mutter und/oder Vater nach der Geburt auffangen. Beim Elterngeld gibt es mehrere Varianten und Besonderheiten, so dass eine eingehende Beratung bei der zuständigen Elterngeldstelle der Stadt oder Gemeinde ratsam ist.

Badespaß

Großer Badespaß

Was Eltern brauchen, um ihren Liebling richtig sauber zu bekommen

Die ersten Wochen nach der Geburt wird der Säugling nur vorsichtig mit einem Lappen abgewaschen. Wenn aber der Rest der Nabelschnur abgefallen und dort alles gut verheilt ist, steht dem ersten Bad nichts mehr im Wege. Die erste Frage: Wo soll das Baby gebadet werden. Viele Eltern wählen dafür erst mal das Waschbecken, aber Vorsicht: Auf dem rutschigen Untergrund und mit den nassen Händen lässt sich ein zappelndes Baby nicht immer gut festhalten. Das Waschbecken sollte auch so groß sein, dass der kleine Körper weitgehend hineinpasst und von Wasser bedeckt ist. Deshalb ist eine richtige kleine Babywanne oder ein spezieller Badeeimer meist die bessere Alternative.

Los geht es

Die Wanne wird einfach auf einen großen stabilen Tisch gestellt und mit warmem Wasser gefüllt. Bevor es richtig losgeht, erst mal die wichtigen Sachen bereitlegen. Dazu gehört frische Wäsche, eine neue Windel, ein warmes, kuscheliges Badetuch, eine sanfte Badelotion und ein Badethermometer. Der Raum sollte außerdem warm sein, um die 23 bis 24 Grad sind genau richtig. Alle Fenster schließen, damit keine Zugluft entsteht. Nun das Wasser mit einem Eimer einschütten und die Temperatur prüfen. Sie sollte zwischen 37 und 38 Grad liegen, keinesfalls höher.

Ungewohntes Element

Das Baby anschließend vorsichtig ins Wasser lassen und während des Badens stets stützen. Aufpassen, dass es nicht mit dem Kopf ins Wasser rutscht. Das ungewohnt nasse Element ist am Anfang für Babys irritierend. Manche wehren sich, brüllen, wollen da raus. Aber fast immer hört das nach wenigen Minuten auf, wenn sie sich sicher aufgehoben fühlen in Mamas oder Papas Armen und anfangen, das warme Wasser um sie herum zu genießen. Damit das Baby nicht auskühlt, rasch mit dem Waschen beginnen. Dazu sanft mit einem Lappen über den nassen Körper streichen, vor allem unter den Armen und im Intimbereich gründlich waschen, auch die Ohren und Füße nicht vergessen. In den Hautfalten etwa am Hals sammelt sich ebenfalls häufig Schmutz an. Den ebenfalls sorgfältig wegwischen.

Das Drumherum

Für das Gesicht einen Extra-Lappen benutzen. Bei den ersten Bädern auf Waschlotion verzichten, die Babyhaut ist noch zu zart. Erst wenn das Kind etwas älter ist, kommt auch eine sanfte Babylotion zum Einsatz. Beim Baden auch immer die Wassertemperatur im Auge behalten. Nach spätestens zehn Minuten das Baby aus der Wanne heben. Dabei sehr darauf achtgeben, dass es einem nicht durch die nassen Hände flutscht. Auf das vorgewärmte Badetuch legen und beim Einwickeln trocken tupfen und vorsichtig abrubbeln. Darauf achten, dass auch der Po, die Hautfalten, die Finger und die Achselhöhlen trocken sind. Hat das Kind schon viele Haare, diese mit einem Fön auf niedriger Temperatur trocknen.

Nach der Wanne

Sonst reicht es, die paar Haare mit einem Handtuch zu trocknen. Ist die Haut des Kindes nach dem Bad sehr trocken, ruhig ein wenig Feuchtigkeitslotion für Babys auftragen. Dann schnell die Windel anlegen und das Baby warm anziehen. Wichtig: Das Baby niemals allein lassen in der Wanne, selbst wenn man noch dringend etwas braucht oder ein wichtiger Anruf kommt. Dann lieber das Baden abbrechen, das Kind aus der Wanne holen und sich fürs nächste Mal besser vorbereiten.

So halte ich mein Kind richtig

Um es in die Wanne zu setzen, das Baby mit einer Hand unter dem Kopf und der Schulter festhalten, die andere Hand stützt den Po. So wird es vorsichtig in die Wanne gelassen. Die Hände nicht gleich wegziehen. Erst mal schauen, wie das Baby reagiert. Zappelt es nicht allzu heftig, reicht es anschließend, das Kind an der Schulter zu stützen und sanft am Arm festzuhalten, damit es nicht tief in die Wanne rutscht.

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Sehprobleme schon bei Babys

Laut Schätzungen des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands (BVA) kann jedes zehnte Kind hierzulande nicht richtig sehen. Nur eine kleine Zahl? Ganz sicher nicht! Ein Kind, dessen Sehprobleme zu spät oder gar nicht entdeckt werden, kann nicht richtig sehen lernen und auch in seiner gesamten Entwicklung eingeschränkt sein. Nicht rechtzeitig festgestellte Sehdefizite können im späteren Leben Berufswünschen Schranken setzen.

Wer die Anzeichen für Sehprobleme kennt, kann dafür sorgen, dass Sehfehler frühzeitig entdeckt werden. Das hilft dem jungen Menschen, sich normal und gesund zu entwickeln. Tollpatschige Bewegungen bei den Kleinen, Lernschwierigkeiten bei den Größeren – das sind nur zwei Auffälligkeiten, hinter denen Probleme mit der Sehkraft stecken können. Holpriges Lesen und viele Fehler im Diktat lassen eine Lese-und Rechtschreibstörung (LRS, Legasthenie) vermuten. Probleme beim Zusammenzählen oder Malnehmen auf eine Rechenstörung (Dyskalkulie) schließen. Doch das muss es nicht sein. Auch Fehler der Augen, des Sehvermögens und der visuellen Wahrnehmung können zu Buchstabensalat, Textwirrwarr und Zahlenlotterie führen.

Das Kind bei Auffälligkeiten genau beobachten

Deshalb sollten Erwachsene bei Kindern in jedem Lebensalter genau hinschauen, ob etwas in ihrer körperlichen Verfassung und ihrem Verhalten, bei Spiel und Sport, beim Rechnen, Lesen und Schreiben ungewöhnlich und auffällig erscheint. Je früher die richtige Diagnose gestellt wird, desto größer sind die Chancen für eine erfolgreiche Behandlung. Wenn es notwendig ist, verordnet der Augenarzt eine Brille.

Ein Baby oder ein Kleinkind, bei dem folgende Auffälligkeiten zu beobachten sind, sollte unverzüglich von einem Augenarzt untersucht werden. Dazu gehören vor allem Schielen, Augenzittern, auffallend große Augen, ständig tränende oder verklebte Augen, ständiges Reiben mit den Fingern an den Augen, Grimassenschneiden, Verdrehen der Augen, ohne etwas anzuschauen, große starre Pupillen auch bei Lichteinfall, weißliche Pupillen oder gelbliches Aufleuchten der Pupille bei direkt einfallendem Licht, Lichtscheue oder keine Reaktion auf Licht, getrübte Hornhaut, zwanghaftes Schiefhalten des Kopfes und wenn Babys und Kinder an Gegenständen häufiger vorbeigreifen.