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Glückliche Geburt nach Transplantation

Nach jahrelanger Vorbereitung konnte im Herbst 2016 die erste Gebärmutter-Transplantation Deutschlands erfolgreich durchgeführt werden. Nun haben in der Universitäts-Frauenklinik Tübingen zwei transplantierte Frauen ihr gesundes Kind per Kaiserschnitt zur Welt gebracht. Bereits im März entbanden die Ärzte ein erstes Baby, Mitte Mai folgte ein zweites.

Damit brachten die beiden Mütter Hanna M. (25) und Julia W. (26) das weltweit 15. bzw. 17. Kind zur Welt, das nach einer Gebärmutter-Transplantation geboren wurde. Die Tübinger Forscher konnten den beiden jungen Frauen damit ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen, ein biologisch eigenes Kind auf die Welt zu bringen. Weil die Frauen ohne Scheide und ohne Gebärmutter geboren wurden, schien das unmöglich. Professor Sara Brucker vom Universitätsklinikum Tübingen beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit Frauen, bei denen zwar Eierstöcke, aber keine Scheide und auch keine Gebärmutter angelegt werden. Nach dem Anlegen einer Scheide im Jugendalter, einer sogenannten Neovagina, konnte in Deutschland bei mittlerweile drei Frauen erfolgreich ein Uterus transplantiert werden. „Ich freue mich, dass sich die jungen Mädchen mit unserer Hilfe und dank der Neovagina als Frau fühlen können“, so die Ärztin und Forscherin. „Und jetzt endlich auch als Mutter.“

Schwangerschaft und Geburt

Bereits sechs Wochen nach der Transplantation setzte bei Julia W. die erste Menstruation ein – der erste Funktionsbeweis des transplantierten Uterus. Nachdem auch noch klar war, dass die Gebärmutter angenommen wurde und keine Abstoßungsreaktionen stattfanden, wurde ihr Mitte 2018 eine eigene, zuvor mit den Spermien des Ehemanns befruchtete Eizelle an der Uniklinik Heidelberg eingesetzt. „Wir freuen uns, dass wir in beiden Fällen gleich im ersten Versuch die Schwangerschaft erreicht hatten“, sagt Professor Thomas Strowitzki, Ärztlicher Direktor der Klinik für Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungen in Heidelberg. Sowohl die Schwangerschaft als auch die Entbindung verliefen normal und unauffällig. „Wie bei jeder anderen Frau“, so Brucker. Der Junge wog bei seiner Geburt fast 2200 Gramm und war 45 cm groß. „Ich kann es noch gar nicht glauben, unseren kleinen Sohn in den Armen zu halten. Unser sehnlichster Wunsch ist in Erfüllung gegangen“, sagt die überglückliche 26-jährige Mutter.

Baby and mother playing together on the floor

Babysitting: auf diese Fallstricke achten

 

Abends mal schnell auf ein Bier: Wer ein Baby oder kleines Kind zuhause hat, kann das vergessen. Ausgehen will geplant sein bei jungen Eltern. Wer sich schon einen zuverlässigen Babysitter „geangelt“ hat, ist gut dran. Dann klappt es vielleicht auch mal kurzfristig. Ansonsten heißt es: herumtelefonieren, bis sich jemand gefunden hat. Aber wie sieht eigentlich die rechtliche Seite aus, wenn man einen Babysitter engagiert?

Wenn was schief geht

Beschädigt der Gelegenheits-Babysitter etwa während der Betreuungszeit das Eigentum der Familie, oder verletzt sich das Kind versehentlich, muss er in der Regel dafür geradestehen – auch finanziell. Dabei ist es egal, ob es die Oma, der Nachbar oder ein Freund der Familie ist. Gerade für diejenigen, die solche Tätigkeiten ausüben, ist eine private Haftpflichtversicherung besonders sinnvoll. Denn gerade bei Verletzungen können die Folgekosten schnell in die Höhe gehen. Wichtig dabei: unbedingt überprüfen, ob auch die Betreuung fremder Kinder im Versicherungsschutz mit abgedeckt ist.

Bei Missgeschicken, die dem Babysitter gegenüber anderen passieren, kann auch die Haftpflichtversicherung der Eltern des betreuten Kindes greifen. Etwa, wenn der Nachbar über das im Treppenhaus geparkte Skateboard des Babysitters stolpert. Voraussetzung: In der bestehenden Haftpflichtversicherung der Familie sind explizit Personen mitversichert, die im eigenen Haushalt oder Garten arbeiten. Also am besten vorher noch mal nachschauen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte die Vertragsdetails von einem professionellen Berater prüfen lassen. Er hilft auch, den Schutz gegebenenfalls optimal anzupassen.

Ist die Kinderbetreuung nicht nur ein Freundschaftsdienst, sondern erhält der Babysitter eine Bezahlung, ist dies rentenversicherungspflichtig und muss angemeldet werden. Liegen die gesamten Verdiensteinkünfte unter 450 Euro monatlich, zählt die Tätigkeit als Minijob, und die Eltern des betreuten Kindes müssen ihn bei der Minijob-Zentrale benennen.

Da es sich um einen Privathaushalt handelt, ist hiermit ausnahmsweise auch automatisch die Meldung für die gesetzliche Unfallversicherung erfüllt. Sie schützt gegen die Folgekosten, wenn sich der Babysitter während der Betreuungszeit oder auf dem Hin- und Rückweg verletzt. Mit dem sogenannten Haushalts-Check werden dann die Beiträge zur Unfallversicherung von 1,6 Prozent zusammen mit den anderen Abgaben von der Minijob-Zentrale berechnet und eingezogen.

Young mother, kissing and hugging her newborn baby boy

Alle Frühchen brauchen besondere Fürsorge

„Späte“ Frühchen wirken fast wie normale Neugeborene. Und doch brauchen sie besondere Fürsorge. „Diese Frühchen werden am Anfang fast immer überschätzt – von den Eltern und vom Personal in der Klinik“, erläutert die Berliner Hebamme Corinna Lenné. „Aber sie sind nicht nur ein bisschen kleiner, sondern unreif und benötigen Aufmerksamkeit und Unterstützung.“ Viele späte Frühchen – Kinder, die zwischen der 34. und 38. Woche geboren wurden – haben Anpassungsprobleme. Professor Christian Poets von der Uniklinik für Kinder- und Jugendmedizin in Tübingen betont: „Mittlerweile weiß man auch, dass späte Frühchen ein erhöhtes Risiko für chronische Krankheiten haben wie auch ein höheres Risiko zu sterben.“

Das häufigste Problem ist die mangelnde Ausreifung der Lungen, die sich in ständiger Atemnot äußern kann. Zudem sind Frühchen besonders anfällig für Unterzuckerungen. Denn sie haben geringere körpereigene Energiereserven, aber einen erhöhten Bedarf, um die Körpertemperatur zu halten. „Der beste Platz für ein spätes Frühchen ist auf dem nackten Bauch der Mutter oder des Vaters“, so Lenné. Viel Hautkontakt schützt vor Auskühlung und fördert das Stillen.

Frühgeborenen-Station als erstes Kinderzimmer

Viele Umweltfaktoren haben nachweislich einen elementaren Einfluss auf die Entwicklung von frühgeborenen Kindern“, betont Barbara Mitschdörfer vom Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V. eindringlich. Für betroffene Familien werde die Frühgeborenenstation zum ersten Kinderzimmer, natürlich für einen begrenzten Zeitraum – daher seien die räumlichen Gegebenheiten von essentieller Bedeutung. „Eine moderne Frühgeborenenversorgung setzt hier auf entwicklungsfördernde Raumkonzepte für einen optimalen Start ins Leben, um den besonderen Bedürfnissen von diesen Familien gerecht zu werden“, erklärt Mitschdörfer weiter.

Durchdachte Raumkonzepte, farbliche Gestaltung und wohnliche Materialien, vereint mit einer pragmatischen Anordnung und Unterbringung modernster Medizintechnik – all diese Vorkehrungen sollen die kleinen Patienten vor unnötigem Stress schützen, der Familie einen geschützten Raum und Rückzug gewähren und somit ein höchst mögliches Maß an störungsfreier Privatsphäre in einer medizinischen Einrichtung gewährleisten. Praktiziert wird ein entwicklungsförderndes Raumkonzept zum Beispiel im Eltern-Baby-Zentrum der Landeskliniken Salzburg im benachbarten Österreich.

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Baby-Scanner für daheim

Noch eine Weiterentwicklung, die Mamas und Papas Herzen höher schlagen lässt: Werdende Eltern können ihr Baby jetzt dank einer Software namens Baby Scan zu jeder Zeit per Ultraschall in 2D oder 3D über eine App beobachten. Über die Cloud lassen sich die Bilder auch noch mit Verwandten fürs Familienalbum teilen. Baby-Scan sorgt dafür, dass eine Frau ihre Schwangerschaft noch intensiver erlebst. Für viele werdende Eltern dürfte es einfach toll sein, das Wachstum und die Entwicklung des Kindes sehen zu können. Vor allem, weil sie diese Bilder mit Familie und Freunden teilen können. Der Baby-Scanner ist allerdings kein Ersatz für medizinisch notwendige Ultraschalluntersuchungen. Professionelle Ultaschallgeräte, wie sie beim Arzt stehen, haben eine bessere Auflösung und lassen sich zielgerichteter steuern bei der Untersuchung. Sie bieten darüber hinaus eine Vielzahl von Diagnosemöglichkeiten. Der Scanner für den Hausgebrauch sollte daher vor allem als ein Extra betrachtet werden, das eine Schwangerschaft noch intensiver erlebbar und die Vorfreude auf den kommenden Nachwuchs noch größer macht.

Ultraschallbilder als Video speichern

Die Baby-Scan-App ist das Tool, um über alle wesentlichen Details der Entwicklung eines Babys informiert zu bleiben. Die App wird über WLAN mit dem eigentlichen Scanner verbunden. Die Ultraschallbilder können direkt als Bilder oder Videos gespeichert werden. Die Bilder werden in eine Zeitleiste gestellt, sodass die Entwicklung übersichtlich nachvollzogen werden kann. Die in der App gespeicherten Daten werden in einer sicheren Umgebung gespeichert. Dadurch ist der Datenschutz des Benutzers gewährleistet. Darüber hinaus enthält die App einen Wehen-Timer, ein Babynamen-Tool und einen Blog mit allerlei interessanten Fakten. Die App ist für alle kostenlos und kann heruntergeladen werden im AppStore oder bei Google Play. Der Scanner allerdings ist nicht umsonst. Sein Preis liegt bei ca. 500 Euro. Ähnliche Geräte gibt es schon länger auf dem Markt, auch zu deutlich niedrigeren Preisen. 3D-Aufnahmen zu nichtmedizinischen Zwecken („Babykino“) jedoch werden ab 2021 verboten sein, weil sich das Gewebe des Fötus dabei erwärmen kann. Experten empfehlen, solche Scanner daher nicht täglich einzusetzen. 2D-Aufnahmen bleiben weiterhin erlaubt.

 

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Jetzt Kinderrechte stärken!

Die Kinderrechtskonvention feiert dieses Jahr 30. Geburtstag. Vor diesem Hintergrund findet in Deutschland ein wichtiger politischer Prozess statt: die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz. Die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD hat in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen, die Grundrechte von Kindern ins Grundgesetz in dieser Legislaturperiode aufzunehmen. Vertretende aus allen demokratischen Parteien unterstützen dieses Anliegen.

Es ist Zeit, diese historische Chance laut und deutlich mit Aktivitäten aus der Zivilgesellschaft zu begleiten, der Politik die Wichtigkeit zuzurufen und auch allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bekannt zu machen. Die Initiative „Kinderrechte ins Grundgesetz“ bittet daher um Unterstützung für ihre Aktion am 22. Mai. Sie besteht aus über 50 Organisationen, darunter das Deutsche Kinderhilfswerk, der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVK), der Bundeselternrat und das internationale Kinderhilfswerk UNICEF. Als prominente Gesichter der Aktion sind zudem u.a. TV-Moderatorin Nazan Eckes und ehemalige Boxweltmeisterin Regina Halmich dabei.

Soziales Netzwerk für die Kinderrechte nutzen

Facebook, Twitter, Instagram, Blog – bitte nutzen Sie Ihr soziales Netzwerk für die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz! So einfach geht´s:

1. Vervollständigen Sie den Satz „Kinderrechte ins Grundgesetz, damit…“

2. Setzen Sie diesen Satz am 22. Mai 2019 online – auf Facebook, auf Twitter, in Ihrem Blog, auf Instagram oder wo Sie sonst auf Social Media unterwegs sind! Bitte verwenden Sie dabei die Hashtags #kigg19 und /oder #KinderrechteinsGrundgesetz

Die Kinderrechte sorgen, verkürzt gesagt, für ein gerechtes und gesundes Aufwachsen. Ist dies gesetzlich verankert, können Eltern im Sinne ihres Kindes die Rahmenbedingungen für ein gutes Aufwachsen besser einfordern. Zudem wären Eltern vom Staat in ihrer Erziehungskompetenz gestärkt. Denn die Fürsorgepflicht und Verantwortung der Eltern gegenüber ihrem Kind sind in den Kinderrechten festgeschrieben.

Dass Kinder eigenständige Persönlichkeiten sind, bestreitet heute fast niemand mehr. Aber ihre Belange spielen in Deutschland noch immer eine Nebenrolle. Kinderfreie Cafés, Schließung von Jugendzentren oder kinderfeindliche Bebauung zeigen, dass wir noch lange keine kinderfreundliche Gesellschaft sind. Kinder sind – genau wie Sie und wir – Mitglieder unserer Gesellschaft. Dass ihre speziellen Rechte dort niedergeschrieben sind, wo sich Rechte, Pflichten und Werte der Gesellschaft wiederfinden – im deutschen Grundgesetz – sollte ganz selbstverständlich sein.

Impfempfehlung

Impfquote zu niedrig – vor allem bei Masern

Die Impflücken bei Masern sind weiterhin zu groß. Das geht aus neuen Auswertungen zu Impfquoten hervor, die das Robert Koch-Institut (RKI) am 2. Mai 2019 im Epidemiologischen Bulletin veröffentlicht hat. Zwar haben 97,1 Prozent der Schulanfänger die erste Impfung bekommen. Aber bei der entscheidenden zweiten Masernimpfung gibt es große regionale Unterschiede, so dass auf Bundesebene die gewünschte Impfquote von 95 Prozent noch immer nicht erreicht wird. Nach den neuen Daten des RKI sind gut 93 Prozent der Schulanfänger 2017 zweimal gegen Masern geimpft. Die Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten oder auch gegen Kinderlähmung haben bei den Schulanfängern bereits im dritten Jahr in Folge abgenommen. Die Daten zeigen, dass gemeinsame Anstrengungen der am Impfsystem beteiligten Akteure notwendig sind, um eine hohe Impfquote zu erreichen und zu halten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

„Trotz aller Aufklärungskampagnen sind die Impfquoten in den vergangenen Jahren nicht entscheidend gestiegen. Deshalb muss die Masern-Impfung in Kindergärten und Schule verpflichtend werden. Denn wer sich impft, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch die Gemeinschaft. 95 Prozent der Bevölkerung müssen gegen Masern geimpft sein, damit diese hochansteckende Viruserkrankung ausgerottet werden kann. Das ist unser Ziel.“

Impfungen nachholen

Dem Robert Koch-Institut wurden für 2018 insgesamt 543 Masernerkrankungen übermittelt, im laufenden Jahr sind es bereits mehr als 300 Fälle. „Fast die Hälfte der Erkrankten sind junge Erwachsene, das weist auf die großen Impflücken in diesen Altersgruppen hin“, betont Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts. Die Ständige Impfkommission empfiehlt für die nach 1970 Geborenen, die Impfung nachzuholen, wenn im Impfpass keine oder nur eine Masernimpfung aus der Kindheit vermerkt ist oder der Impfstatus unklar ist. „Fachübergreifendes Impfen sollte unabhängig von Bundesland und Krankenkasse Normalität sein, Betriebsärzten das Impfen erleichtert werden und auch automatisierte Impferinnerungen sollten Standard sein. Wenn dann noch niedrigschwellig Impfungen aktiv angeboten werden bin ich überzeugt davon, dass die Impfquoten steigen“, unterstreicht Wieler.

Impfschutz überprüfen

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), betont die Wichtigkeit, Impflücken im Kindesalter, aber auch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, zu schließen: „Zum Schutz vor Masern ist nicht nur der rechtzeitige Aufbau des Impfschutzes bis zum Ende des zweiten Lebensjahres von Bedeutung, sondern auch Erwachsene, die nach 1970 geboren sind, sollten ihren Impfschutz gegen Masern überprüfen lassen. Daher richten wir uns mit unseren Informationsmaßnahmen gezielt an Eltern und an nach 1970 geborene Erwachsene. Zudem bieten wir Multiplikatoren Informationsmaterialien an, um das öffentliche Bewusstsein für das Thema Impfen zu stärken. Ergebnisse der bundesweiten Repräsentativbefragung der BZgA zeigen, dass vor allem die Ärzteschaft bei der Aufklärung zu gesundheitsrelevanten Themen eine Schlüsselrolle einnimmt: So halten nahezu alle Befragten (97 Prozent) ein persönliches Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt für geeignet, um sich über Impfungen im Kindes- und Erwachsenenalter zu informieren. Daher sollte jeder Kontakt zum Gesundheitssystem genutzt werden, um den Impfstatus zu kontrollieren und Impfungen aktiv anzubieten.“

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Robert Koch-Institut

Weitere Informationen unter
www.bundesgesundheitsministerium.de/Impfungen
www.rki.de
www.impfen-info.de

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Mütter wollen reden!

Reden, das ist es, was Mütter nach der Entbindung wollen. Das sagt zumindest die Bielefelder Gesundheitswissenschaftlerin Prof. Dr. Petra Kolip. Sie hätten das Bedürfnis, die Geburt zu reflektieren. Vor allem nach einem Kaiserschnitt oder einer Saugglockengeburt sei das der Fall, erläutert die Expertin. „Aber auch, wenn alles ohne Komplikationen verlaufen ist, suchen viele Frauen nach einer Einschätzung.“ Zwar gingen Schwangere heute gut vorbereitet in die Geburt. „Aber das ist so ein existenzielles Erlebnis. Da kann man noch so gut informiert sein, es fühlt sich anders an, und häufig läuft es nicht nach Plan“, sagt Kolip. Daher seien Gespräche mit den bei der Geburt beteiligten Personen wichtig. Auch Astrid Saragosa, Familientherapeutin in Weilheim, betont die Bedeutung von Nachsorgegesprächen. Denn wenn nicht alles nach Plan laufe, gäben sich viele Frauen selbst die Schuld. „Dabei könnte eine klärende Einordnung, warum der Arzt oder die Hebamme bestimmte Maßnahmen gewählt haben, sehr hilfreich sein für die Verarbeitung des Geburtserlebnisses“, sagt Saragosa.

Wenn Mütter die Fassung verlieren

Viele Mütter erleben in den ersten Tagen nach der Entbindung eine kurze Phase, in der sie „leicht die Fassung verlieren“, stimmungslabil und ängstlich sind und grundlos weinen. Dieser sogenannte Baby Bluesklingt nach kurzer Zeit ohne Behandlung wieder ab. Wenn die depressiven Symptome allerdings über einen längeren Zeitraum anhalten, kann sich eine ernstzunehmende Erkrankung mit potenziell schwerwiegenden Folgen für Mutter wie Kind und oft auch die ganze Familie entwickeln: die Postpartale Depression.

Auch bereits während der Schwangerschaft zählen Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Viele Frauen sind in dieser Zeit sehr ängstlich, machen sich große Sorgen über die Entwicklung des Kindes im Mutterbleib. Sie (ver-)zweifeln daran, ob sie die mit der Mutterschaft verbundenen Erwartungen und Anforderungen erfüllen können. Depressionen während der Schwangerschaft können sich direkt auf den Fötus auswirken und gehen mit erhöhtem Frühgeburtsrisiko und geringerem Geburtsgewicht einher.

Neben dem Leidensdruck und den Folgen der Erkrankung für die Mutter können Prä- und Postpartale Depressionen langfristig auch die Entwicklung kognitiver oder emotionaler Fähigkeiten des Kindes beeinträchtigen. Deswegen bedürfen Depressionen rund um die Geburt eines Kindes professioneller Behandlung. Depressionen sind auch in dieser Lebensphase gut behandelbar.

Schlafen will gelernt sein - ALVI

Einschlafen will gelernt sein

Babys brauchen die Erfahrung, dass jemand da ist, der ihnen beim Einschlafen hilft, ihre Bedürfnisse erkennt und zuverlässig befriedigt. Geborgen und sicher finden sie leichter in den Schlaf.

In den ersten Lebensmonaten, in denen sich ein Kind „in die Welt einfindet“, muss es seinen Rhythmus zwischen Hunger und Sattsein, Schlafen und Wachsein erst noch entwickeln. In dieser Zeit braucht es besondere Aufmerksamkeit und ein einfühlsames, möglichst promptes Eingehen auf seine Bedürfnisse.

Vor allem in den ersten drei Monaten braucht Ihr Baby noch einen engen Körperkontakt, um Ihre Nähe zu spüren und sich sicher und geborgen zu fühlen. Es braucht die Erfahrung, dass seine Signale verstanden und seine Bedürfnisse nach Nahrung, nach Schlaf, aber auch nach Unterhaltung und Zuwendung verlässlich befriedigt werden.

Auch wenn Ihr Baby in der Nacht aufwacht, benötigt es ein Zeichen Ihrer Verlässlichkeit und Nähe. Indem Sie feinfühlig auf seine Signale reagieren, unterstützen Sie es darin zu lernen, zunehmend selbständig zur Ruhe zu finden. Nehmen Sie Ihr Kind aber nicht immer gleich hoch, wenn es sich bemerkbar macht, ein wenig quengelt oder wach im Bett liegt. Sprechen Sie leise mit ihm, streicheln sie es sanft – oft reichen bereits diese kleinen Zeichen Ihrer Zuwendung, damit es sich sicher und geborgen fühlt und beruhigt den Weg zurück in den Schlaf findet.

Für die speziellen Ansprüche von Frühchen hat der Hersteller ALVI Schlafsäcke entwickelt, die bereits ab einer Körpergröße von 40cm verwendet werden können. Das 3-Knopf-System sorgt dafür, dass der Schlafsack über drei Größen mitwächst. Da Frühchen eine kuschelige und warme Umhüllung brauchen, die Geborgenheit schafft, ist der Frühchenschlafsack leicht wattiert und besteht aus pflegeleichter Baumwolle, die die sensible Babyhaut wärmt, ohne sie zu überhitzen. Er verfügt außerdem über einen umlaufenden Reißverschluss, der das Wickeln vereinfacht. Eine kleine Kabelauslassöffnung am Außensack dient als Zugang für Versorgungs- oder Überwachungsschläuche.

Regelmäßigkeit im Alltag hilft einen Rhythmus zu finden

Auch wenn in den ersten Lebenswochen eines Babys zunächst noch einiges „drunter und drüber“ geht, ist es wichtig, dass Sie möglichst von Anfang an versuchen, den Tagesablauf mit Ihrem Kind regelmäßig zu gestalten. Frühzeitig eingeführte Routinen und Strukturen bei der Pflege, beim Stillen oder Füttern wie auch beim Schlafenlegen helfen bereits dem Baby, sich zu orientieren und seinen Rhythmus zu finden. Auch wenn Ihr Baby zum Beispiel immer wieder erlebt, wie sich Anregung und Ruhepausen entsprechend seinen jeweiligen Bedürfnissen abwechseln, lernt es nach und nach, dass alles seine Zeit hat. Denn Kinder – so jung sie auch noch sein mögen – lernen durch die Strukturen, die Eltern ihnen anbieten.

Nur ein müdes Kind kann schlafen

Babys können sich nicht „entscheiden“, jetzt zu schlafen, sondern werden vom Schlaf übermannt. Sind sie allerdings nicht wirklich müde, wenn man sie zum Schlafen in ihr Bettchen legt, sollte man sich nicht wundern, wenn sie nicht zur Ruhe kommen. Häufig überschätzen Eltern den Schlafbedarf ihres Kindes. Das Kind verbringt dann mehr Zeit im Bett, als es wirklich schlafen kann. Dabei brauchen auch junge Babys in ihren Wachphasen bereits Anregung und Beschäftigung, möchten sich „unterhalten“ und spielen. Doch achten Sie dabei immer auch auf Zeichen von Müdigkeit. Wenn Ihr Baby den Blick abwendet, gähnt, gerötete Augen hat oder – wenn es schon etwas älter ist – die Augen reibt, ist es Zeit für eine Ruhepause oder ein Schläfchen.

Aber: Bei Übermüdung fällt die Entspannung schwer

Bei Ihrem Baby auf Zeichen von Müdigkeit zu achten, ist aber auch deshalb wichtig, um Übermüdung zu vermeiden. Denn wenn Kinder übermüdet und überreizt sind, fällt das Einschlafen schwer.

Gerade bei Babys, die schwer zur Ruhe kommen und Schwierigkeiten haben, sich selbst zu beruhigen, kann es passieren, dass das „Tor zum Einschlafen“ verpasst wird. So nennt der Verhaltensbiologe Joachim Bensel den fürs Einschlafen günstigen Zeitpunkt, zu dem Kinder von einer aktiveren in eine ruhigere Phase eintreten und besonders gut einschlafen. Lässt man diesen Zeitpunkt verstreichen, kann es unter Umständen längere Zeit dauern, bis sich ein neues „Einschlaftor“ auftut.

Häufiges Schreien ist oft ein Zeichen von Schlafmangel

Besonders bei Kindern, die häufig und lang anhaltend schreien (sogenannten „Schreibabys“), liegt meist Schlafmangel vor: Diese Kinder bekommen häufig tagsüber einfach zu wenig Schlaf, sind übermüdet und überreizt und kommen dadurch erst recht nicht mehr zur Ruhe – ein Teufelskreis. Hier ist es besonders wichtig, erste Anzeichen von Müdigkeit und Unlust zu erkennen. Wenn Ihr Baby sehr oft überreizt und übermüdet wirkt, sollten Sie versuchen, dass es mehr Schlaf bekommt. Nehmen Sie es zum Beispiel nicht immer gleich hoch und legen es an, wenn es einmal aufwacht. Denn Säuglinge wachen durchaus öfters auf, um kurz danach wieder von allein einzuschlafen.

Eigenständigkeit am Tag hilft auch in der Nacht

Die Erfahrungen, die ein Kind am Tag macht, spielen für das Ein- und Durchschlafen eine wichtige Rolle: Ein Kind, das tagsüber darin unterstützt wird, aus eigenem Antrieb und selbstbestimmt seine Erfahrungen zu suchen, gewinnt eher das notwendige Selbstvertrauen, das es auch zum selbstständigen Einschlafen braucht. Solange Ihr Baby zum Beispiel vergnügt mit seinen Fingern spielt, können Sie es ruhig auch mal sich selbst überlassen. Damit helfen Sie ihm, erste Schritte in die Eigenständigkeit zu machen.

Selbstständiges Einschlafen erleichtert das Durchschlafen

Schlafexperten weisen immer wieder darauf hin, dass Durchschlafprobleme im Grunde Wiedereinschlafprobleme sind. Denn alle Kinder wachen nachts mehrmals auf. Das, was wir Durchschlafprobleme nennen, tritt auf, wenn das Kind nach diesem kurzen Aufwachen nicht wieder alleine in den Schlaf zurückfindet. Wenn Ihr Baby abends wach in seinem Bettchen liegt und mit Ihrer Unterstützung nach und nach lernt, sich selbst zu beruhigen und in den Schlaf zu finden, wird es ihm auch in der Nacht eher gelingen, nach kurzem Aufwachen von alleine wieder einzuschlafen. (Stand: 19.03.2015)

Quelle:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
www.kindergesundheit-info.de

Blickkontakt mit Baby

Sprechfreude durch Zuwendung steigern

Durch Ihre Zuwendung steigern Sie die Sprechfreude Ihres Kindes. Ermuntern Sie Ihr Kind, sich mit seiner Umwelt zu verständigen, und regen seine sprachliche Entwicklung an. Am besten geht das, indem  Sie Ihr Kind immer mit ihrer Stimme und mit Worten trösten und beruhigen, auch beim Streicheln und Liebkosen mit ihm reden. Gehen Sie auch auf die Signale Ihres Babys ein, wenn es zum Beispiel über den Blickkontakt Ihre Aufmerksamkeit sucht.

Lassen Sie Ihr Kind auf seine Weise die Welt „entdecken“

„Angetrieben“ von einer angeborenen Neugier, versuchen Kinder vom ersten Lebenstag an zu verstehen, was um sie herum passiert und was das mit ihnen selbst zu tun hat. Sie beschäftigen sich aktiv mit den Dingen um sie herum und eignen sich vor allem in den ersten Lebensjahren auf diese Weise ihr Wissen und Können an.

  • Bieten Sie Ihrem Kind möglichst vielfältige Anregungen, sich seinem Alter entsprechend zu beschäftigen und zu spielen.
  • Achten Sie die Bedürfnisse und Interessen Ihres Kindes und lassen Sie es selbst bestimmen, wann und wie ausgiebig es sich mit etwas beschäftigt.
  • Ermöglichen Sie Ihrem Kind, seine Umwelt auf möglichst vielfältige und unterschiedliche Weise wahrzunehmen.

Verwöhnen Sie Ihr Kind von Anfang an mit Sprache

Damit seine Sprechfreude geweckt wird, muss Ihr Kind Sprache hören. Nur so wird es mit der Sprache seiner Umgebung zunehmend vertrauter, kann seine Wahrnehmungenvon Dingen, Ereignissen und Gefühlen damit in Verbindung bringen und schließlich „seine Regeln“ ableiten, sie anwenden und verfeinern.

  • Sprechen Sie von Anfang an mit Ihrem Kind. Erzählen Sie ihm mit kurzen und einfachen Sätzen, was Sie gerade tun („Jetzt ziehe ich dir deine Windel an“, „Papa nimmt dich auf den Arm“, „Schau, da ist eine Puppe“).
  • Was Sie ansprechen, sollte Ihr Kind gleichzeitig sehen, hören oder fühlen können. Umgekehrt sollten Sie das, was Ihr Kind wahrnimmt und für das es sich interessiert, in Worte fassen („Das ist ein Ball.“, „Das ist ein Teller.“).
  • Spielen Sie Sing-, Wort- und Bewegungsspiele mit Ihrem Kind. Lieder, kurze Reime und Fingerspiele bereiten bereits dem Baby großes Vergnügen. Je häufiger Sie diese wiederholen, desto besser. Und wenn Sie Ihr Kind hierbei in seiner Babysprache nachahmen, bestätigen Sie ihm damit, dass es auf dem richtigen Weg der Sprachentwicklung ist. Erst im Kleinkindalter sollte nicht mehr in „Babysprache“ mit dem Kind geredet werden.
  • Schauen Sie auch schon im ersten Lebensjahr so oft wie möglich gemeinsam Bilderbücher an und erzählen Sie kleine Geschichten dazu. Kinder sind begeistert, wenn sie aus Büchern etwas über Figuren, Tiere und Alltagsgegenstände erfahren: Wer ist das? Wie macht die Kuh?

Quelle:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
https://www.kindergesundheit-info.de

Pregnant woman suffering with headache and nausea

Trotz Depressionen Schwanger

Diese Studie gab Entwarnung für Frauen, die unter Depressionen leiden und einen Kinderwunsch haben: eine Depression der Frau allein muss kein Hinderungsgrund für eine Schwangerschaft und Lebendgeburt sein. Allerdings deutet die Studie an, dass die Behandlung der Depressionen durchaus ein kritischer Punkt sein kann – hier empfiehlt es sich, bei dem Arzt, der die Depressionen behandelt, deutlich den Kinderwunsch anzusprechen. Die Medikamentenwahl sollte diesem Wunsch natürlich gerecht werden. Auch Gynäkologen geben sicher gern ihre Einschätzung dazu ab.

Wie aber kann eine Depression des Mannes hinderlich beim Kinderwunsch sein? Auch hier könnte die Behandlung der Depressionen kritisch sein – auch der Mann sollte also bei Kinderwunsch dieses Thema beim behandelnden Arzt ansprechen. Allerdings kann die Studie nicht eindeutig klären, ob die Depressionen dem bisher unerfüllten Kinderwunsch voraus gingen oder doch eventuell eine Folge der Unfruchtbarkeit sind. In beiden Fällen sollte man also auch den männlichen Partner eines Paares mit Kinderwunsch nicht vergessen – Depressionen des Mannes gehören natürlich ebenso bestmöglich behandelt und zwar nicht nur, um ein gemeinsames Baby bekommen zu können.

Wie wirken sich Depressionen auf die Erfüllung eines Kinderwunsches aus? Frauen mit Endometriose leiden auch häufiger unter Unfruchtbarkeit – tatsächlich kommt es oft im Rahmen einer Fruchtbarkeitsbehandlung zur Diagnose Endometriose oder auch PCO-Syndrom (polyzystisches Ovarialsyndrom), die beide die Schwierigkeiten, schwanger zu werden, erklären können. Auch Depressionen treten als Begleiterkrankung von Endometriose und PCO-Syndrom häufig auf. Eine aktuelle Studie untersuchte nun, ob Depressionen bei Frauen, die Behandlung mit Antidepressiva oder aber eventuell auch eine Depression beim Mann mit größeren Fruchtbarkeitsproblemen einhergehen.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Unfruchtbarkeit und Depressionen?

Dies wurde von Gynäkologin Prof. Evans-Hoeker und Kollegen einer US-amerikanischen Fruchtbarkeitsklinik bei Patienten untersucht, die an einer von zwei Studien teilnahmen. In einer Studie wurden medikamentöse Behandlungen für das PCO-Syndrom untersucht (Clomiphencitrat versus Letrozol), in einer anderen wurden ähnliche Medikamente bei unerklärter Unfruchtbarkeit getestet (Gonadotropin versus Clomiphencitrat versus Letrozol). Die teilnehmenden Paare füllten jeweils einen Fragebogen zur Patientengesundheit (PHQ-9) aus. Ein Ergebnis in dieser Befragung von mehr als 10 Punkten wurde als Zeichen einer derzeitigen depressiven Erkrankung gedeutet. Zusätzlich wurde erfasst, welche Medikamente die Frauen aktuell einnahmen.

Die zentrale Frage der Studie war, ob die Paare ein Baby bekamen, also ob eine Lebendgeburt erfolgte. Auch die Häufigkeit von Schwangerschaften sowie von Fehlgeburten im ersten Drittel der Schwangerschaft wurde ermittelt, um eine den Einflusses von Depressionen auf die Fruchtbarkeit abschätzen zu können. Die Forscher analysierten die Ergebnisse unter Berücksichtigung von Alter, Herkunft, Einkommen, Raucherstatus und Behandlungsgruppe (PCO-Patientinnen oder unerklärte Unfruchtbarkeit), aber auch danach, wie lange die Paare bereits versucht hatten, ein Kind zu bekommen.

Zahl der Schwangerschaften, Fehlgeburten und Lebendgeburten bei PCO-Syndrom oder Fruchtbarkeitsbehandlung mit und ohne Begleiterkrankung Depression

In die Analyse konnten die Daten von 1650 Frauen und 1608 Männern aufgenommen werden. Dabei zeigte sich, dass aktuelle Depressionen der Frauen (wenn keine Antidepressiva genommen wurden) keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit zu haben schienen. Frauen mit Depressionen wurden also ähnlich häufig schwanger (sogar geringfügig häufiger) oder bekamen Babies wie Frauen ohne Depressionen. Eine medikamentöse antidepressive Behandlung (Daten von 90 Frauen) führte allerdings häufiger zu Fehlgeburten, als dies bei Frauen ohne Antidepressiva der Fall war. Auch bei Depressionen der Männer kam es in dieser Studie seltener zu einer Schwangerschaft.

Depressive Frauen werden nicht seltener schwanger, Depressionen der Männer stehen Schwangerschaften eher im Weg

Damit gibt es Entwarnung: eine Depression der Frau allein muss kein Hinderungsgrund für eine Schwangerschaft und Lebendgeburt sein. Allerdings deutet die Studie an, dass die Behandlung der Depressionen durchaus ein kritischer Punkt sein kann – hier empfiehlt es sich, bei dem Arzt, der die Depressionen behandelt, deutlich den Kinderwunsch anzusprechen. Die Medikamentenwahl sollte diesem Wunsch natürlich gerecht werden. Auch Gynäkologen geben sicher gern ihre Einschätzung dazu ab. Wie aber kann eine Depression des Mannes hinderlich beim Kinderwunsch sein? Auch hier könnte die Behandlung der Depressionen kritisch sein – auch der Mann sollte also dieses Thema beim behandelnden Arzt ansprechen.

Allerdings kann die Studie nicht eindeutig klären, ob die Depressionen dem bisher unerfüllten Kinderwunsch voraus gingen oder doch eventuell eine Folge der Unfruchtbarkeit sind. In beiden Fällen sollte man also auch den männlichen Partner eines Paares mit Kinderwunsch nicht vergessen – Depressionen des Mannes gehören natürlich ebenso bestmöglich behandelt und zwar nicht nur, um ein gemeinsames Baby bekommen zu können.

Quelle:
DeutschesGesundheitsPortal.de

Referenzen:

Evans-Hoeker EA, Eisenberg E, Diamond MP, et al. Major depression, antidepressant use, and male and female fertility. Fertil Steril. 2018;109(5):879-887. doi:10.1016/j.fertnstert.2018.01.029.

 

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