Tag : Mutter

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Mütter stillen zu wenig

Direkt nach der Geburt beginnen etwa 90 Prozent der Mütter mit dem Füttern an der Brust. Nach zwei Monaten werden noch 70 Prozent der Säuglinge gestillt. Nach sechs Monaten sind es nur noch zwischen 40 und 50 Prozent. „Je jünger und sozial benachteiligter die Mutter ist, desto geringer ist die Stillquote, sagt Dr. med. Gabriela Stammer, Gynäkologin aus Wennigsen anlässlich der Weltstillwoche vom 30.9. bis 6.10.2019.

Einen häufigen Grund für das zeitige Abstillen sieht Katharina Desery von der Elterninitiative Mother Hood e. V. in der fehlenden Begleitung der Mütter nach der Geburt und in den ersten Wochen. „Mütter erhalten innerhalb der ersten entscheidenden Minuten im Kreißsaal und auf der Wochenbett-Station meist zu wenig Unterstützung vom Klinikpersonal.“ Sie seien oft auf sich alleine gestellt. Dann geben sie auch unter dem Druck nach, das Gewicht des Säuglings halten zu müssen, und stimmen der Fütterung durch künstliche Säuglingsnahrung zu. Darüber hinaus begünstigen mangelnde Still-Kenntnisse, falsches Anlegen und daraus entstehende Entzündungen der Brustwarzen das zeitige Abstillen.

Stillberatung vor der Geburt

Frauen sollten daher bereits vor der Geburt eine ausführliche Stillberatung erhalten, so Desery. Dabei müssen sie durch Frauenarzt, Hebamme, Klinik, Kinderarzt und ihr sozialen Umfeld informiert und unterstützt werden. „Stillberatung gehört zu den Aufgaben der Hebammen. Damit Stillberatung aber effektiv ist, muss sie auch von den andern Fachberufen geleistet werden“, sagt Jutta Eichenauer, Hebamme und 1. Vorsitzende des Hebammenverbands Baden-Württemberg. Ein möglicher Grund, weshalb die Beratung oft zu kurz kommt: „In der Hebammenarbeit wird die Stillberatung vergütet, beim Frauen- und Kinderarzt jedoch nicht.“ Habe die Mutter keine Hebamme – wie das heute leider allzu oft der Fall ist –, bleibe ihr eine solche Beratung meist vorenthalten.

Über die Muttermilch erhält der Säugling alles, was er zum Leben braucht. Darüber hinaus enthält Muttermilch Abwehrstoffe, die in der ersten Zeit seines Lebens das Immunsystem stärken. Das bewahrt das Baby vor Infektionen.

Presse Fleet events

Glückliche Geburt nach Transplantation

Nach jahrelanger Vorbereitung konnte im Herbst 2016 die erste Gebärmutter-Transplantation Deutschlands erfolgreich durchgeführt werden. Nun haben in der Universitäts-Frauenklinik Tübingen zwei transplantierte Frauen ihr gesundes Kind per Kaiserschnitt zur Welt gebracht. Bereits im März entbanden die Ärzte ein erstes Baby, Mitte Mai folgte ein zweites.

Damit brachten die beiden Mütter Hanna M. (25) und Julia W. (26) das weltweit 15. bzw. 17. Kind zur Welt, das nach einer Gebärmutter-Transplantation geboren wurde. Die Tübinger Forscher konnten den beiden jungen Frauen damit ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen, ein biologisch eigenes Kind auf die Welt zu bringen. Weil die Frauen ohne Scheide und ohne Gebärmutter geboren wurden, schien das unmöglich. Professor Sara Brucker vom Universitätsklinikum Tübingen beschäftigt sich seit fast 20 Jahren mit Frauen, bei denen zwar Eierstöcke, aber keine Scheide und auch keine Gebärmutter angelegt werden. Nach dem Anlegen einer Scheide im Jugendalter, einer sogenannten Neovagina, konnte in Deutschland bei mittlerweile drei Frauen erfolgreich ein Uterus transplantiert werden. „Ich freue mich, dass sich die jungen Mädchen mit unserer Hilfe und dank der Neovagina als Frau fühlen können“, so die Ärztin und Forscherin. „Und jetzt endlich auch als Mutter.“

Schwangerschaft und Geburt

Bereits sechs Wochen nach der Transplantation setzte bei Julia W. die erste Menstruation ein – der erste Funktionsbeweis des transplantierten Uterus. Nachdem auch noch klar war, dass die Gebärmutter angenommen wurde und keine Abstoßungsreaktionen stattfanden, wurde ihr Mitte 2018 eine eigene, zuvor mit den Spermien des Ehemanns befruchtete Eizelle an der Uniklinik Heidelberg eingesetzt. „Wir freuen uns, dass wir in beiden Fällen gleich im ersten Versuch die Schwangerschaft erreicht hatten“, sagt Professor Thomas Strowitzki, Ärztlicher Direktor der Klinik für Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungen in Heidelberg. Sowohl die Schwangerschaft als auch die Entbindung verliefen normal und unauffällig. „Wie bei jeder anderen Frau“, so Brucker. Der Junge wog bei seiner Geburt fast 2200 Gramm und war 45 cm groß. „Ich kann es noch gar nicht glauben, unseren kleinen Sohn in den Armen zu halten. Unser sehnlichster Wunsch ist in Erfüllung gegangen“, sagt die überglückliche 26-jährige Mutter.

Miclhzähne schützen

Auch Fruchtzucker schadet

Etwa 15 Prozent der Vorschulkinder leiden an einer sichtbaren Schädigung des Zahnschmelzes. Frühkindlicher Karies gilt damit als häufigste chronische Erkrankung im Kleinkind- und Vorschulalter. Wir haben mit der Kölner Zahnärztin und Oralchirurgin Dr. Thea Lingohr, die sich auch auf die Behandlung kleiner Patienten spezialisiert hat, gesprochen. Sie hat uns im Interview erklärt, was den Zähnen schadet und was Eltern für starke Milchzähne tun können

Frau Dr. Lingohr, schenken Eltern dem Milchgebiss zu wenig Aufmerksamkeit?

Eltern können durch die richtige Pflege, gesunde Ernährung und Prophylaxe den entscheidenden Grundstein für die spätere Zahngesundheit legen. Gesunde Milchzähne sind ja eine wichtige Voraussetzung für gesunde bleibende Zähne und damit für das ganze Erwachsenenleben. Viele Eltern gehen fälschlicherweise davon aus, dass die ersten Zähne keiner gründlichen Pflege bedürfen, da sie ohnehin in absehbarer Zeit ausfallen.

Warum sind die Milchzähne so wichtig?

Gesunde Milchzähne erfüllen wichtige Aufgaben, unter anderem fördern sie den Spracherwerb, dienen als Platzhalter für den optimalen Wuchs der sogenannten bleibenden Zähne und unterstützen zudem die korrekte Ausbildung des Kinderkiefers. Daher rät der Bundesverband der Kinderzahnärzte zu regelmäßigen Zahnarztbesuchen bereits mit Durchbrechen der ersten Milchzähne, spätestens aber mit Vollendung des ersten Lebensjahres.

Welche Folgeschäden sind bei mangelhafter Pflege zu erwarten?

Auch nach Behandlung der sichtbaren Schäden tragen Betroffene die Bakterien ein Leben lang in sich. Bleibende Zähne, die sich unter den Milchzähnen bilden, erkranken so oft schon an Karies, noch bevor sie überhaupt durchbrechen.

Ist Karies denn ausschließlich eine Folge mangelnder Zahnpflege?

Das kann man mit einem klaren Nein beantworten. Karies entsteht vor allem als Folge einer mangelhaften und zu süßen Ernährung. Hauptverursacher sind Bakterien im Mundraum, die sogenannten Mutans-Streptokokken. Sie bilden, wenn genug Zucker zur Verfügung steht, eine Säure, die den Zahnschmelz angreift. Die Ernährung spielt bei der Entstehung von Karies also eine ganz wichtige Rolle.

Das Problem sind also die Süßigkeiten?

Nein, es ist der Zucker als solcher. Fruchtzucker, Milchzucker und Traubenzucker schaden dem Zahnschmelz im selben Maße wie Haushaltszucker oder Süßigkeiten.

Obst gilt doch als besonders gesund. Gilt das für Kinderzähne nicht?

Natürlich ist Obst ein wichtiger Bestandteil der gesunden Ernährung. Wichtig ist aber, dass die Pausen zwischen den Mahlzeiten lang genug sind. Dann können die im Speichel enthaltenen Minerale Kalzium und Phosphat durchaus erste kleine Defekte am schützenden Zahnschmelz reparieren. Dauerhaftes Nuckeln der Kleinkinder am Fläschchen mit gesüßtem Tee oder Säften ist auch deshalb ein ernsthaftes Problem, weil das ständige Trinken an sich den Reparaturprozess der Zähne stört.

Können Eltern ihren Nachwuchs denn auch mit eigenen Kariesbakterien infizieren?

Ja in der Tat, das kommt gar nicht selten vor. Auch Eltern können unwissentlich und unbeabsichtigt Kariesbakterien über ihren eigenen Speichel auf das Kind übertragen und es so anstecken. Das passiert beispielsweise, wenn Eltern den Sauger in den Mund nehmen. So überprüfen Eltern ja oft die Temperatur der Milchmahlzeit.

Prophylaxe & Pflege Dr. Lingohr empfiehlt

1 regelmäßige halbjährliche Zahnarztbesuche bereits mit Durchbrechen der ersten Milchzahne, spätestens aber mit Vollendung des ersten Lebensjahres.

2
die Kinder mit zu den eigenen Kontrollterminen nehmen und einen angstfreien Umgang mit dem Zahnarzt vorleben.

3
fluoridhaltige Kinderzahnpasta, die den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Kariesbakterien macht.

4 weiche Kinderzahnbürsten mit dickem, rutschfestem Griff und ab dem dritten Lebensjahr auch gerne die elektrische Variante. Für Sauglinge Fingerhütchen mit Kunststoff- Borstenfeld.

Wissenswert

Sowohl Milch- als auch bleibende Zähne bestehen jeweils aus drei Teilen, der Zahnkrone, dem Zahnhals und der Zahnwurzel. Kinderzahne sind etwas kleiner als ihre Nachfolger und verfügen über eine dünnere Zahnschmelzschicht. Diese überzieht den sichtbaren Teil des Zahnes, die Krone, und schützt sie vor schädlichen Einflüssen. Im Kieferknochen verborgen oder vom Zahnfleisch verdeckt liegen die unsichtbaren Teile des Gebisses, die Zahnhalse und die Zahnwurzeln, die der sogenannte Zahnzement umschließt und schützt. Die Hauptmasse des Zahns bildet das darunter liegende Zahnbein, in dessen Inneren der Zahnnerv liegt, den sowohl Nervenfasern als auch Lymph- und Blutgefäße durchziehen. Als empfindlichstes Organ des Zahns versorgt der Nerv Krone, Hals und Wurzel mit lebenswichtigen Stoffen.

Zur Person Dr. med. dent. Thea Lingohr MSc., Zahnärztin und Oralchirurgin aus Köln mit eigener Praxis in Köln Weitere Informationen unter www.dr-lingohr.de

 

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Wie stillfreundlich ist Deutschland?

Immer wieder gibt es Berichte darüber, wie offen stillende Frauen mehr oder weniger höflich aus Restaurants komplimentiert oder aus Bussen verwiesen werden. Stillen ja, aber nur im stillen Kämmerlein – das scheint die Ansicht vieler zu sein. Wie kann Deutschland stillfreundlicher werden? Den Weg dahin weisen neue Empfehlungen zur Stillförderung in Deutschland aus dem Forschungsvorhaben Becoming Breastfeeding Friendly. Die Ergebnisse wurden kürzlich auf der Fachkonferenz „Wie stillfreundlich ist Deutschland?“ vorgestellt. Sie können einen wesentlichen Beitrag zum gesunden Aufwachsen und zur Gesundheitsförderung bei Kindern leisten.

Nationale und internationale Expertengruppen empfehlen, das Stillen als natürliche und bevorzugte Ernährungsform für Säuglinge zu fördern. Die gesundheitliche Bedeutung für Mutter und Kind ist gut belegt. Auch aus Sicht der Bindungsförderung und der Gesundheitsökonomie spricht vieles für das Stillen. Dennoch stillen in Deutschland nur rund zwei Drittel der Mütter ihre neu geborenen Säuglinge ausschließlich – in den folgenden Monaten sinkt diese Zahl deutlich. Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen werden seltener und kürzer gestillt. Sie profitieren daher weniger vom gesundheitlichen Nutzen des Stillens. Das gilt ebenso für Kinder von jungen Müttern und von Frauen, die in der Schwangerschaft geraucht haben. Frauen und junge Familien begegnen offensichtlich noch nicht überall einem stillfreundlichen Umfeld.

„Wichtiges nationales Anliegen“

Im internationalen Forschungsvorhaben Becoming Breastfeeding Friendly (BBF) wurde ab September 2017 eine systematische Bestandsaufnahme zum Stand der Stillförderung in Deutschland vorgenommen. Es wird auf Initiative des Bundesernährungsministeriums vom Netzwerk Gesund ins Leben und der Nationalen Stillkommission gemeinsam mit der Yale School of Public Health durchgeführt. Deutschland ist gemäß der BBF-Auswertung derzeit lediglich als moderat stillfreundlich zu beschreiben. Das Land braucht daher eine nationale Strategie zur Stillförderung. „Stillförderung ist ein wichtiges nationales Anliegen, das mit Blick auf ganz Deutschland gestaltet werden muss. Das Bundesernährungsministerium wird deshalb eine zentrale Koordinierungsstelle für die Entwicklung und Umsetzung einer nationalen Strategie zur Stillförderung einrichten“, verkündete Dr. Hermann Onko Aeikens, Staatsekretär des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Rauchfrei durch die Schwangerschaft

Ohne Alkohol und Tabak durch die Schwangerschaft

Das Universitätsklinikum Tübingen hat in Kooperation mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ein neues kostenloses Online-Beratungsprogramm für werdende Mütter entwickelt. Damit können Schwangere, denen der Verzicht auf Alkohol und Tabak schwer fällt, persönlich unterstützt werden, während ihrer Schwangerschaft alkohol- und rauchfrei zu bleiben. Nach einer Modellphase geht das Onlineprogramm www.iris-plattform.de jetzt neu an den Start. Die IRIS-Onlineberatung begleitet Schwangere individuell von der Vorbereitung des Konsumverzichts durch alle Phasen des Ausstiegs. Die teilnehmenden Frauen durchlaufen die klassischen Schritte einer Beratung, können diese aber online und in ihrem persönlichen Tempo gestalten.

Immer noch rauchen 12 Prozent der schwangeren Frauen und etwas mehr als 25 Prozent trinken zumindest gelegentlich Alkohol, obwohl die negativen Folgen von Tabak- und Alkoholkonsum wissenschaftlich vielfach belegt sind. Tabakkonsum während der Schwangerschaft schränkt die Versorgung des Embryos mit Sauerstoff und Nährstoffen ein – das kann in der Folge zu Früh- und Fehlgeburten führen. Alkohol als Zellgift behindert die geistige und körperliche Entwicklung des Embryos im Mutterleib. Die Folge können irreversible Schädigungen bis hin zum Vollbild des FASD-Syndroms (der Fetalen Alkohol-Spektrum-Störung) sein. Betroffene Kinder sind häufig ein Leben lang auf fremde Hilfe angewiesen.

„Alkohol und Tabak müssen ein selbstverständliches No-Go werden“

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, erklärt: „Alkohol und Tabak in der Schwangerschaft müssen endlich ein selbstverständliches ‚No-Go‘ werden! Jede Schwangere gefährdet sich und ihr Ungeborenes massiv: Die Kinder können durch den Alkoholkonsum ihrer Mütter schwerwiegende gesundheitliche Einschränkungen erleiden und später extreme Probleme bekommen, ihren Alltag zu bewältigen. Beim Tabakkonsum sind Wachstumsminderung, Fehlbildungen oder spätere Verhaltensauffälligkeiten mögliche Folgen. Wir müssen diese Kinder schützen und die Schwangeren weiter aufklären! Daher ist es wichtig und richtig, dass wir mit den Frauen durch Hilfsangebote wie IRIS direkt in den Dialog treten und sie somit auf dem Weg in die Abstinenz unterstützen.“

Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, betont: „Das Programm IRIS ergänzt in hervorragender Weise die Präventionsangebote der BZgA für Schwangere im Bereich der Suchtprävention. Wir wollen Frauen darüber informieren, dass Alkohol- und Tabakkonsum in der Schwangerschaft zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen beim Ungeborenen führen kann. Gleichzeitig ist es uns ein wichtiges Anliegen, Frauen bei der Konsumreduzierung zu unterstützen. Ein persönliches, individualisiertes Online-Programm wie IRIS eignet sich dafür besonders gut.“

Projektleiter Prof. Dr. Anil Batra, Leiter der Sektion für Suchtmedizin und Suchtforschung am Universitätsklinikum Tübingen, ergänzt: „Schwangere erhalten bei IRIS die persönliche Unterstützung einer speziell qualifizierten Therapeutin per E-Mail. IRIS kann sich damit flexibel auf die individuellen Sorgen und Wünsche von Schwangeren einstellen und ihnen helfen, alkohol- und tabakfrei durch die Schwangerschaft zu gehen.“

Weitere Informationen:

https://www.iris-plattform.de/
www.facebook.com/irisplattform

Allgemeine Informationen zum Thema „Alkoholfreie Schwangerschaft“ im Rahmen der BZgA-Präventionskampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“ Für Erwachsene:
https://www.kenn-dein-limit.de/alkohol/schwangerschaft-und-stillzeit/

Gesetliche regelung fürs Steillen am Arbeitsplatz

Stillen am Arbeitsplatz gesetzlich geregelt

Arbeiten und ein Baby stillen – das ist in Deutschland gesetzlich geregelt. „Das Mutterschutzgesetz schreibt vor, dass Frauen mindestens zweimal täglich eine halbe oder einmal täglich eine Stunde extra Zeit bekommen – zum Stillen am Arbeitsplatz oder zum Abpumpen“, erklärt die Ärztin Elien Rouw aus Bühl, die in der Nationalen Stillkommission die Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen vertritt. Den Müttern steht ein geeigneter Raum fürs Stillen oder Abpumpen zu, der nicht die Toilette sein darf. Die meisten stillenden Frauen, die bereits wieder arbeiten, pumpen ab, weil es zu aufwendig ist, zum Kind zu fahren oder es zum Arbeitsplatz zu holen. Das Abpumpen sollte aber beim Wiedereinstieg in den Job schon beherrscht werden. „Bitte nicht erst zwei Tage vor Arbeitsstart das erste Mal die Milchpumpe zur Hand nehmen“, rät Elien Rouw. Sie rät auch, einen Vorrat anzulegen. Ebenfalls wichtig: Das Baby rechtzeitig an die Person gewöhnen, das ihm dann das Fläschchen gibt.

Stillen bietet für Säuglinge und Mütter viele Vorteile

Mit der Muttermilch erhält das Baby alle wichtigen Nährstoffe in der richtigen Qualität und Menge, die es für eine gesunde Entwicklung braucht. Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), betont: „Muttermilch enthält besondere Abwehr- und Schutzstoffe, die ein Kind vor Krankheiten schützen können, und sie verhindert auch, dass das Baby überernährt wird. Sie ist zu jeder Zeit und an jedem Ort verfügbar, hat immer die richtige Temperatur, ist hygienisch einwandfrei – und dabei kostenlos. Stillen gelingt dann am besten, wenn sich sowohl Mutter als auch Kind dabei wohlfühlen.“

Die BZgA gibt folgende Empfehlungen zur Stillzeit:

  • Stillende sollten sich anfangs einen ruhigen Ort suchen, an dem sie sich wohl fühlen und sich ganz auf ihr Baby konzentrieren können.
  • Bei allem Neuen sollten sie Vertrauen zu sich und ihren Möglichkeiten als Mutter haben.
  • Mütter sollten sich und ihr Baby als Team für gute gemeinsame Zeiten sehen.
  • Die Unterstützung des Partners oder der Partnerin ist von unschätzbarem Wert.
  • Stillende sollten sich mit anderen Müttern zusammen tun, um sich gegenseitig zu unterstützen, nicht nur beim Stillen.
  • Auch wenn es nicht immer einfach ist – die Mutter sollte zwischendurch auch immer wieder Ruhepausen für sich selbst finden.
  • Eine gesunde und ausgewogene Ernährung der Mutter dient sowohl dem Säugling als auch dem Wohlbefinden der Stillenden.
  • Für die optimale Ernährung des Säuglings wird das ausschließliche Stillen mindestens bis zum Beginn des fünften Lebensmonats empfohlen. Nach Einführung von Beikost sollte parallel weiter gestillt werden, solange Mutter und Kind es wollen.
  • Während der gesamten Stillzeit sind Alkohol und Rauchen schädlich.

Weiterführende Informationen zum Thema Stillen unter
https://www.kindergesundheit-info.de/themen/ernaehrung/stillen/

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Mütter wollen reden!

Reden, das ist es, was Mütter nach der Entbindung wollen. Das sagt zumindest die Bielefelder Gesundheitswissenschaftlerin Prof. Dr. Petra Kolip. Sie hätten das Bedürfnis, die Geburt zu reflektieren. Vor allem nach einem Kaiserschnitt oder einer Saugglockengeburt sei das der Fall, erläutert die Expertin. „Aber auch, wenn alles ohne Komplikationen verlaufen ist, suchen viele Frauen nach einer Einschätzung.“ Zwar gingen Schwangere heute gut vorbereitet in die Geburt. „Aber das ist so ein existenzielles Erlebnis. Da kann man noch so gut informiert sein, es fühlt sich anders an, und häufig läuft es nicht nach Plan“, sagt Kolip. Daher seien Gespräche mit den bei der Geburt beteiligten Personen wichtig. Auch Astrid Saragosa, Familientherapeutin in Weilheim, betont die Bedeutung von Nachsorgegesprächen. Denn wenn nicht alles nach Plan laufe, gäben sich viele Frauen selbst die Schuld. „Dabei könnte eine klärende Einordnung, warum der Arzt oder die Hebamme bestimmte Maßnahmen gewählt haben, sehr hilfreich sein für die Verarbeitung des Geburtserlebnisses“, sagt Saragosa.

Wenn Mütter die Fassung verlieren

Viele Mütter erleben in den ersten Tagen nach der Entbindung eine kurze Phase, in der sie „leicht die Fassung verlieren“, stimmungslabil und ängstlich sind und grundlos weinen. Dieser sogenannte Baby Bluesklingt nach kurzer Zeit ohne Behandlung wieder ab. Wenn die depressiven Symptome allerdings über einen längeren Zeitraum anhalten, kann sich eine ernstzunehmende Erkrankung mit potenziell schwerwiegenden Folgen für Mutter wie Kind und oft auch die ganze Familie entwickeln: die Postpartale Depression.

Auch bereits während der Schwangerschaft zählen Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Viele Frauen sind in dieser Zeit sehr ängstlich, machen sich große Sorgen über die Entwicklung des Kindes im Mutterbleib. Sie (ver-)zweifeln daran, ob sie die mit der Mutterschaft verbundenen Erwartungen und Anforderungen erfüllen können. Depressionen während der Schwangerschaft können sich direkt auf den Fötus auswirken und gehen mit erhöhtem Frühgeburtsrisiko und geringerem Geburtsgewicht einher.

Neben dem Leidensdruck und den Folgen der Erkrankung für die Mutter können Prä- und Postpartale Depressionen langfristig auch die Entwicklung kognitiver oder emotionaler Fähigkeiten des Kindes beeinträchtigen. Deswegen bedürfen Depressionen rund um die Geburt eines Kindes professioneller Behandlung. Depressionen sind auch in dieser Lebensphase gut behandelbar.

Zucker sollte nicht über Nacht am Zahn bleiben

So entsteht Zahnkaries bei Milchzähnen

Zahnkaries ist noch immer ein Problem, auch wenn Kinder heute deutlich gesündere Zähne haben. Doch immer noch erkranken viele Kinder an einer oft schmerzhaften und zerstörerischen Karies der Milchzähne.
Die Zahntrolle Karius und Baktus, die der norwegische Schriftsteller Thorbjörn Egner in der gleichnamigen Geschichte beschreibt, sind vielen Kindern in der ganzen Welt bekannt.

Bei diesen so anschaulich beschriebenen „Übeltätern“ handelt es sich in Wirklichkeit um sogenannte Mutans-Streptokokken. Dies sind bestimmte Bakterien, die durch ihren Stoffwechsel jene Säuren erzeugen, welche für die Entstehung von Zahnkaries verantwortlich sind.

Diese Säuren greifen den Zahnschmelz an, was sich im beginnenden Stadium manchmal als kreidig-weißer oder bräunlicher Fleck auf dem Zahn zeigen kann. In diesem Stadium ist eine „Reparatur“ noch möglich, wenn weitere schädigende Einflüsse vermieden werden. So kann zum Beispiel der Speichel durch das darin enthaltene Kalzium und Phosphat allerfeinste Defekte im Zahnschmelz wieder ausgleichen und hat hierdurch eine karieshemmende, remineralisierende Wirkung. Allerdings brauchen die Zähne hierzu auch genügend Zeit zwischen den Mahlzeiten.

Wenn allerdings nicht gegengesteuert wird und der Zahnschmelz weiter angegriffen wird, ist Karies die Folge. Unbehandelt greift diese, früher als „Zahnfäule“ bezeichnete, Zahnerkrankung sowohl Milch- als auch die bleibenden Zähne an, was bis zum Verlust des Zahnes führen kann.

Kariesbakterien „lieben“ Zucker

Um sich zu vermehren, brauchen Kariesbakterien vor allem Zucker – und eine „angenehme Umgebung“, sprich Zahnbelag. Insbesondere zuckerhaltige Getränke und Süßigkeiten, aber auch versteckte Zucker, zum Beispiel in Ketchup, Senf und Fertiggerichten, tragen somit zur Entstehung von Karies bei. Doch auch Obst, Honig und andere „gesunde“ süße Sachen sind hiervon nicht ausgenommen.

Da die Milchzähne deutlich empfindlicher sind als die bleibenden Zähne, ist eine frühe Mundhygiene durch regelmäßiges Zähne putzen wichtig, um damit den Zahnbelag zu entfernen und einer Zahnschädigung durch Karies vorzubeugen.

Zahnkaries kann durch die Bakterien auch übertragen werden

Manchen Eltern ist nicht bewusst, dass Bakterien, die Karies verursachen, übertragbar sind. So bekommen manche Kinder Zahnkaries, weil ihre Eltern die Bakterien an sie weitergegeben haben. Dies kann zum Beispiel schon passieren, wenn der Schnuller mit dem Mund befeuchtet oder der Löffel des Kindes abgeleckt wird.

Quelle:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
https://www.kindergesundheit-info.de

 

Schlafen will gelernt sein - ALVI

Einschlafen will gelernt sein

Babys brauchen die Erfahrung, dass jemand da ist, der ihnen beim Einschlafen hilft, ihre Bedürfnisse erkennt und zuverlässig befriedigt. Geborgen und sicher finden sie leichter in den Schlaf.

In den ersten Lebensmonaten, in denen sich ein Kind „in die Welt einfindet“, muss es seinen Rhythmus zwischen Hunger und Sattsein, Schlafen und Wachsein erst noch entwickeln. In dieser Zeit braucht es besondere Aufmerksamkeit und ein einfühlsames, möglichst promptes Eingehen auf seine Bedürfnisse.

Vor allem in den ersten drei Monaten braucht Ihr Baby noch einen engen Körperkontakt, um Ihre Nähe zu spüren und sich sicher und geborgen zu fühlen. Es braucht die Erfahrung, dass seine Signale verstanden und seine Bedürfnisse nach Nahrung, nach Schlaf, aber auch nach Unterhaltung und Zuwendung verlässlich befriedigt werden.

Auch wenn Ihr Baby in der Nacht aufwacht, benötigt es ein Zeichen Ihrer Verlässlichkeit und Nähe. Indem Sie feinfühlig auf seine Signale reagieren, unterstützen Sie es darin zu lernen, zunehmend selbständig zur Ruhe zu finden. Nehmen Sie Ihr Kind aber nicht immer gleich hoch, wenn es sich bemerkbar macht, ein wenig quengelt oder wach im Bett liegt. Sprechen Sie leise mit ihm, streicheln sie es sanft – oft reichen bereits diese kleinen Zeichen Ihrer Zuwendung, damit es sich sicher und geborgen fühlt und beruhigt den Weg zurück in den Schlaf findet.

Für die speziellen Ansprüche von Frühchen hat der Hersteller ALVI Schlafsäcke entwickelt, die bereits ab einer Körpergröße von 40cm verwendet werden können. Das 3-Knopf-System sorgt dafür, dass der Schlafsack über drei Größen mitwächst. Da Frühchen eine kuschelige und warme Umhüllung brauchen, die Geborgenheit schafft, ist der Frühchenschlafsack leicht wattiert und besteht aus pflegeleichter Baumwolle, die die sensible Babyhaut wärmt, ohne sie zu überhitzen. Er verfügt außerdem über einen umlaufenden Reißverschluss, der das Wickeln vereinfacht. Eine kleine Kabelauslassöffnung am Außensack dient als Zugang für Versorgungs- oder Überwachungsschläuche.

Regelmäßigkeit im Alltag hilft einen Rhythmus zu finden

Auch wenn in den ersten Lebenswochen eines Babys zunächst noch einiges „drunter und drüber“ geht, ist es wichtig, dass Sie möglichst von Anfang an versuchen, den Tagesablauf mit Ihrem Kind regelmäßig zu gestalten. Frühzeitig eingeführte Routinen und Strukturen bei der Pflege, beim Stillen oder Füttern wie auch beim Schlafenlegen helfen bereits dem Baby, sich zu orientieren und seinen Rhythmus zu finden. Auch wenn Ihr Baby zum Beispiel immer wieder erlebt, wie sich Anregung und Ruhepausen entsprechend seinen jeweiligen Bedürfnissen abwechseln, lernt es nach und nach, dass alles seine Zeit hat. Denn Kinder – so jung sie auch noch sein mögen – lernen durch die Strukturen, die Eltern ihnen anbieten.

Nur ein müdes Kind kann schlafen

Babys können sich nicht „entscheiden“, jetzt zu schlafen, sondern werden vom Schlaf übermannt. Sind sie allerdings nicht wirklich müde, wenn man sie zum Schlafen in ihr Bettchen legt, sollte man sich nicht wundern, wenn sie nicht zur Ruhe kommen. Häufig überschätzen Eltern den Schlafbedarf ihres Kindes. Das Kind verbringt dann mehr Zeit im Bett, als es wirklich schlafen kann. Dabei brauchen auch junge Babys in ihren Wachphasen bereits Anregung und Beschäftigung, möchten sich „unterhalten“ und spielen. Doch achten Sie dabei immer auch auf Zeichen von Müdigkeit. Wenn Ihr Baby den Blick abwendet, gähnt, gerötete Augen hat oder – wenn es schon etwas älter ist – die Augen reibt, ist es Zeit für eine Ruhepause oder ein Schläfchen.

Aber: Bei Übermüdung fällt die Entspannung schwer

Bei Ihrem Baby auf Zeichen von Müdigkeit zu achten, ist aber auch deshalb wichtig, um Übermüdung zu vermeiden. Denn wenn Kinder übermüdet und überreizt sind, fällt das Einschlafen schwer.

Gerade bei Babys, die schwer zur Ruhe kommen und Schwierigkeiten haben, sich selbst zu beruhigen, kann es passieren, dass das „Tor zum Einschlafen“ verpasst wird. So nennt der Verhaltensbiologe Joachim Bensel den fürs Einschlafen günstigen Zeitpunkt, zu dem Kinder von einer aktiveren in eine ruhigere Phase eintreten und besonders gut einschlafen. Lässt man diesen Zeitpunkt verstreichen, kann es unter Umständen längere Zeit dauern, bis sich ein neues „Einschlaftor“ auftut.

Häufiges Schreien ist oft ein Zeichen von Schlafmangel

Besonders bei Kindern, die häufig und lang anhaltend schreien (sogenannten „Schreibabys“), liegt meist Schlafmangel vor: Diese Kinder bekommen häufig tagsüber einfach zu wenig Schlaf, sind übermüdet und überreizt und kommen dadurch erst recht nicht mehr zur Ruhe – ein Teufelskreis. Hier ist es besonders wichtig, erste Anzeichen von Müdigkeit und Unlust zu erkennen. Wenn Ihr Baby sehr oft überreizt und übermüdet wirkt, sollten Sie versuchen, dass es mehr Schlaf bekommt. Nehmen Sie es zum Beispiel nicht immer gleich hoch und legen es an, wenn es einmal aufwacht. Denn Säuglinge wachen durchaus öfters auf, um kurz danach wieder von allein einzuschlafen.

Eigenständigkeit am Tag hilft auch in der Nacht

Die Erfahrungen, die ein Kind am Tag macht, spielen für das Ein- und Durchschlafen eine wichtige Rolle: Ein Kind, das tagsüber darin unterstützt wird, aus eigenem Antrieb und selbstbestimmt seine Erfahrungen zu suchen, gewinnt eher das notwendige Selbstvertrauen, das es auch zum selbstständigen Einschlafen braucht. Solange Ihr Baby zum Beispiel vergnügt mit seinen Fingern spielt, können Sie es ruhig auch mal sich selbst überlassen. Damit helfen Sie ihm, erste Schritte in die Eigenständigkeit zu machen.

Selbstständiges Einschlafen erleichtert das Durchschlafen

Schlafexperten weisen immer wieder darauf hin, dass Durchschlafprobleme im Grunde Wiedereinschlafprobleme sind. Denn alle Kinder wachen nachts mehrmals auf. Das, was wir Durchschlafprobleme nennen, tritt auf, wenn das Kind nach diesem kurzen Aufwachen nicht wieder alleine in den Schlaf zurückfindet. Wenn Ihr Baby abends wach in seinem Bettchen liegt und mit Ihrer Unterstützung nach und nach lernt, sich selbst zu beruhigen und in den Schlaf zu finden, wird es ihm auch in der Nacht eher gelingen, nach kurzem Aufwachen von alleine wieder einzuschlafen. (Stand: 19.03.2015)

Quelle:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
www.kindergesundheit-info.de

Blickkontakt mit Baby

Sprechfreude durch Zuwendung steigern

Durch Ihre Zuwendung steigern Sie die Sprechfreude Ihres Kindes. Ermuntern Sie Ihr Kind, sich mit seiner Umwelt zu verständigen, und regen seine sprachliche Entwicklung an. Am besten geht das, indem  Sie Ihr Kind immer mit ihrer Stimme und mit Worten trösten und beruhigen, auch beim Streicheln und Liebkosen mit ihm reden. Gehen Sie auch auf die Signale Ihres Babys ein, wenn es zum Beispiel über den Blickkontakt Ihre Aufmerksamkeit sucht.

Lassen Sie Ihr Kind auf seine Weise die Welt „entdecken“

„Angetrieben“ von einer angeborenen Neugier, versuchen Kinder vom ersten Lebenstag an zu verstehen, was um sie herum passiert und was das mit ihnen selbst zu tun hat. Sie beschäftigen sich aktiv mit den Dingen um sie herum und eignen sich vor allem in den ersten Lebensjahren auf diese Weise ihr Wissen und Können an.

  • Bieten Sie Ihrem Kind möglichst vielfältige Anregungen, sich seinem Alter entsprechend zu beschäftigen und zu spielen.
  • Achten Sie die Bedürfnisse und Interessen Ihres Kindes und lassen Sie es selbst bestimmen, wann und wie ausgiebig es sich mit etwas beschäftigt.
  • Ermöglichen Sie Ihrem Kind, seine Umwelt auf möglichst vielfältige und unterschiedliche Weise wahrzunehmen.

Verwöhnen Sie Ihr Kind von Anfang an mit Sprache

Damit seine Sprechfreude geweckt wird, muss Ihr Kind Sprache hören. Nur so wird es mit der Sprache seiner Umgebung zunehmend vertrauter, kann seine Wahrnehmungenvon Dingen, Ereignissen und Gefühlen damit in Verbindung bringen und schließlich „seine Regeln“ ableiten, sie anwenden und verfeinern.

  • Sprechen Sie von Anfang an mit Ihrem Kind. Erzählen Sie ihm mit kurzen und einfachen Sätzen, was Sie gerade tun („Jetzt ziehe ich dir deine Windel an“, „Papa nimmt dich auf den Arm“, „Schau, da ist eine Puppe“).
  • Was Sie ansprechen, sollte Ihr Kind gleichzeitig sehen, hören oder fühlen können. Umgekehrt sollten Sie das, was Ihr Kind wahrnimmt und für das es sich interessiert, in Worte fassen („Das ist ein Ball.“, „Das ist ein Teller.“).
  • Spielen Sie Sing-, Wort- und Bewegungsspiele mit Ihrem Kind. Lieder, kurze Reime und Fingerspiele bereiten bereits dem Baby großes Vergnügen. Je häufiger Sie diese wiederholen, desto besser. Und wenn Sie Ihr Kind hierbei in seiner Babysprache nachahmen, bestätigen Sie ihm damit, dass es auf dem richtigen Weg der Sprachentwicklung ist. Erst im Kleinkindalter sollte nicht mehr in „Babysprache“ mit dem Kind geredet werden.
  • Schauen Sie auch schon im ersten Lebensjahr so oft wie möglich gemeinsam Bilderbücher an und erzählen Sie kleine Geschichten dazu. Kinder sind begeistert, wenn sie aus Büchern etwas über Figuren, Tiere und Alltagsgegenstände erfahren: Wer ist das? Wie macht die Kuh?

Quelle:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
https://www.kindergesundheit-info.de