Tag : Schwangerschaft

Fetalchirugie - noch vor dre Geburt operieren

Fetalchirurgie

Ein Eingriff schon bei ungeborenen Babys? Ja, das ist seit längerem möglich und wird auch mehr und mehr gemacht. Oftmals sind danach die Prognosen für das Baby sehr viel besser als wenn es erst nach der Geburt operiert würde. Seit Juli bietet das Deutsche Zentrum für Fetalchirurgie & minimal-invasive Therapie (DZFT) an der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) die Behandlung von Fehlbildungen und Erkrankungen ungeborener Babys an. Mit Professor Dr. med. Thomas Kohl leitet ein international anerkannter Pionier der minimal-invasiven Fetalchirurgie das Zentrum.

Minimal-invasiv

Professor Kohl ist ein internationaler Pionier der minimal-invasiven Fetalchirurgie und befasst sich bereits seit 25 Jahren mit Eingriffen bei ungeborenen Babys: Bereits 1993 entwickelte er an der University of California (San Francisco, USA) neuartige Operationstechniken zur Behandlung von Herzfehlern bei Feten im Mutterleib. 2002 brachte er seine für Mutter und Kind besonders schonende minimal-invasive Methode erstmals in Deutschland beim Verschluss eines ‚offenen Rückens‘ (Spina bifida) zum Einsatz. Dabei nutzt er im Gegensatz zu anderen Behandlungsmethoden nur winzige Zugänge zur Fruchthöhle und operiert das ungeborene Baby, ohne es dazu aus der Gebärmutter zu entnehmen.

Weiter entwickelt

„Wird ein ‚offener Rücken‘ bereits im Mutterleib operiert, können wir den Kindern die sonst unvermeidlichen Lähmungen der Beine oft ersparen und sie können ein weitgehend normales Leben führen“, erläutert Kohl und ergänzt: „Seit der Einführung der minimal-invasiven Operation haben wir das Verfahren immer weiter entwickelt, so dass heute nach der Geburt meist keine weitere Operation mehr nötig ist.“ Kohl bietet auch neuartige Verfahren zum minimal-invasiven Verschluss der Luftröhre an, die bei Zwerchfellhernien, Hydrothorax (Flüssigkeitsansammlungen im Brustraum des Fetus) oder frühzeitigem Blasensprung die Reifung der Lunge beschleunigen können. „Bei der Behandlung lebensbedrohlicher Zwerchfellhernien hat Professor Kohl schon lange sehr eng mit der Klinik für Neonatologie an der UMM zusammengearbeitet“, berichtet Professor Dr. med. Frederik Wenz, Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums. „Mit der unmittelbaren Nähe zwischen der neuen Fetalchirurgie und Neonatologie werden wir diese Kooperation weiter ausbauen und vertiefen – zum Vorteil unserer kleinsten Patienten.“

Lebensqualität

2007 entwickelte Professor Kohl das nach ihm benannte „Kohl-Verfahren“, eine spezielle Sauerstofftherapie zur Behandlung von Ungeborenen mit zu kleinen Herz- und Gefäßstrukturen. Eine 2016 veröffentlichte Studie belegte die Wirksamkeit des Verfahrens: Ohne Sauerstofftherapie mussten 75 Prozent der untersuchten Babys nach ihrer Geburt am Herzen operiert werden, mit der vorgeburtlichen Sauerstofftherapie nur 20 Prozent. „Mit dem DZFT erweitern wir unsere Expertise bei der vorgeburtlichen Diagnose von Erkrankungen um modernste medizinische und chirurgische Behandlungsmethoden“, betont Professor Dr. med. Marc Sütterlin, Direktor der UMM-Frauenklinik, an die das DZFT als eigenständige Sektion angegliedert ist. „So können wir viele Kinder mit guter Lebenserwartung und Lebensqualität auf die Welt bringen, die noch vor wenigen Jahren kaum eine Chance hatten.“

Dr. med. Thomas Kohl

Kohl studierte von 1983 bis 1990 Medizin an der Universität-Gesamthochschule Essen. Nach seiner Approbation 1992 war er an der Kinderklinik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster tätig, wo er sich vorrangig mit Kinderkardiologie befasste. Bei einem dreijährigen Forschungsaufenthalt in den USA entwickelte er erste minimal-invasive Operationstechniken zur Behandlung von Herzfehlern bei Feten im Mutterleib.

In Deutschland gründete er eine Arbeitsgruppe zur Entwicklung experimenteller und klinischer fetal-kardialer Interventionstechniken, legte 2001 die Prüfung zum Facharzt für Kinderheilkunde ab und habilitierte sich im gleichen Jahr an der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

2002 wechselte er als Oberarzt für Klinische und Experimentelle Fetale Kardiologie und Fetalchirurgie an die Universitätsfrauenklinik Bonn. Dort wurde er 2004 leitender Oberarzt des von ihm gegründeten Deutschen Zentrums für Fetalchirurgie & minimal-invasive Therapie (DZFT). 2010 wechselte er als Chefarzt des DZFT an das Universitätsklinikum Gießen und Marburg.

Seit Juli 2018 leitet er das Deutsche Zentrum für Fetalchirurgie & minimal-invasive Therapie am Universitätsklinikum Mannheim (UMM), wo er bei der nachgeburtlichen Versorgung der von ihm operierten Kinder eng mit der Klinik für Neonatologie zusammenarbeitet.

Internationales Engagement

Die von Professor Kohl entwickelten und verfeinerten Operationsmethoden kommen inzwischen teilweise auch in São Paulo (Brasilien), an der Bilim Universität in Istanbul (Türkei), an der Universität Warschau (Polen) und der University of Texas (USA) zum Einsatz. Für sein internationales Engagement und die Verbreitung seiner Operationstechniken wurde er mit Ehrenprofessuren der Bilim Universität, Istanbul (Türkei) und der China Medical University, Shenjing, ausgezeichnet.

Hebammen - Ausbildung in den Entwicklungsländern

Baby turnt im Mamabauch

Schon als Winzling im Mutterleib ist das Ungeborene alles andere als reglos, Babybewegungen im Bauch sind schon ziemlich zu Beginn der Schwangerschaft normal. Sobald Arme und Beine entwickelt sind und das Nervensystem etwas ausgereifter ist, geht’s los mit den Turnübungen. Dann reckt und streckt sich der Fötus, macht kleine Purzelbäume, erkundet neugierig die Weite des Unterleibes seiner Mama. Noch hat er ja reichlich Platz, weshalb seine Bewegungen nicht spürbar sind. Das ändert sich allmählich ab der 20. Schwangerschaftswoche. Jetzt ist das Ungeborene schon so groß, dass es mit seinen Tritten und Kopfstößen gelegentlich an die Bauchwand stößt. Das ist für die Mutter ein unvergleichliches neues Erlebnis. Zum ersten Mal spürt sie, dass da wirklich jemand in ihr heranwächst. Je nach Temperament des Fötus sind die Bewegungen stärker oder schwächer zu spüren. Schon in diesem frühen Stadium bekommt die werdende Mama erste Informationen darüber, ob ihr Nachwuchs ein eher zurückhaltender Typ ist oder ein kleiner Radaubruder im Anmarsch ist.

Mit Beginn der 25. Woche hat das Kleine manchmal bereits soviel Kraft, dass man seine Bewegungen deutlich mit der flachen Hand auf der Bauchdecke bemerkt. Seine Knüffe und Tritte lassen es jetzt schon ein bisschen krachen, die Mutter gewöhnt sich auch an die häufigen Bewegungen und weiß schon bald recht genau, ob ihr Ungeborenes gerade ein Nickerchen macht oder putzmunter ist – oder ob es sich vielleicht erschrocken hat durch ein lautes Geräusch. Dann wird es still. Die Übergänge sind fließend: Etwa ab der 30. Woche kommuniziert das Ungeborene sogar auf einfache Art mit Mama und Papa. Es knufft zurück, wenn es die Hand der Eltern als Widerstand spürt oder wenn die Mutter sich am Bauch stößt.

Die Zeit rennt, und der Platz wird knapper: Ab der 35. Woche ist das Ungeborene schon so groß, dass es überall anstößt. Gleichzeitig sind seine Kraft und Energie größer denn je, es tollt sozusagen im Bauch herum, soweit das platzmäßig noch möglich ist. Die Gebärmutter reicht jetzt bis hoch zum Rippenbogen, so dass auch dort die Trampelfüßchen hingelangen können. Das kann schon mal zu unangenehmen Tritten gegen die Knochen führen. Mit bloßem Auge kann man jetzt oft auch schon sehen, wie sich der Po oder der Kopf des Babys unter der Bauchdecke abmalt. Das Ende der Schwangerschaft ist nah, und die Mama ist auch froh, dass es bald vorbei ist. Etwa ab der 38. Woche liegt das Ungeborene mit dem Kopf nach unten, ist ziemlich stark eingezwängt, die Arme sind am Körper angelegt. Jetzt nimmt auch das Fruchtwasser ab, so dass der Raum noch enger wird. Deshalb spürt die Mutter ihr Kind kurz vor der Niederkunft nicht mehr so häufig wie vorher. Manche Frauen machen sich dann große Sorgen, geraten gar in Panik. Dabei ist alles so, wie es sein soll. Also wieder entspannen, soweit das mit dem großen Bauch noch möglich ist, und sich nun ganz auf die Geburt konzentrieren. Denn die lässt nicht mehr lange auf sich warten.

Geistige und körperliche Entwicklung

Familienplanung: Schneller zum Wunschkind

Sind Paare bereit für das Abenteuer Familie, dann soll es mit dem Wunschkind möglichst schnell gehen. Viele Frauen nehmen an, dass sie schwanger werden, sobald sie nicht mehr verhüten. Doch so einfach ist es nicht – denn nur an bestimmten Tagen im Zyklus ist der weibliche Körper überhaupt empfängnisbereit. Dieser dauert laut Lehrbuch im Durchschnitt circa 28 Tage – etwa um den 14. Tag nach Beginn der letzten Periode findet der Eisprung statt. Die Realität sieht jedoch oft anders aus: Wie Studien zeigen, weisen 70 Prozent der Frauen längere oder kürzere Zyklen auf, und auch die Eisprungzeit kann durchaus variieren.

Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Geschlechtsverkehr zu einer Schwangerschaft führt, bereits fünf Tage vor dem Eisprung, da der männliche Samen in der Scheidenflora so lange überleben und auf die gesprungene Eizelle „warten“ kann. Die Eizelle selbst ist auf ihrer Wanderschaft sechs bis zwölf Stunden überlebensfähig und kann in dieser Zeit befruchtet werden.

Das eigene Fruchtbarkeitsmuster erkennen

Die höchste Empfängniswahrscheinlichkeit herrscht allerdings an den zwei Tagen direkt vor dem Eisprung. Zu wissen, wann genau die fruchtbaren Tage sind, kann für Paare daher die Chance erhöhen, dass der Wunsch nach einem Kind schneller in Erfüllung geht. Ermitteln lässt sich dieser Zeitraum etwa mit dem OvulaRing. In die Scheide eingeführt, misst er die Körperkerntemperatur alle fünf Minuten, um aus tausenden Messdaten das persönliche Fruchtbarkeitsmuster der Frau zu erkennen und die Daten individuell auszuwerten. Anhand der graphischen Darstellung der Zykluskurve werden die möglichen fruchtbaren Tage für den nächsten Zyklus erkennbar. Neu ist die Anzeige der tagesaktuellen Empfängniswahrscheinlichkeit mit dem Status „Gering“, „Mittel“ oder „Hoch“. Bei der Statusangabe „Hoch“ ist die Wahrscheinlichkeit, in diesem Zyklus schwanger zu werden, am höchsten.

Entspannt bleiben trotz Kinderwunsch

In einer Studie berichtete eine Untergruppe von Anwenderinnen, dass sie nach durchschnittlich knapp vier Monaten schwanger geworden sind – persönliche Geschichten finden sich unter www.ovularing.de. Übrigens: Wenn Paare sich zu sehr unter Druck setzen und nur noch Sex nach Plan ausüben, kann sich der Stress störend auf die Fruchtbarkeit auswirken. Der Eisprung verzögert sich oder bleibt aus, bei Männern kann die Spermienqualität leiden. Eine Auszeit mit Ablenkung vom Kinderwunsch kann für mehr Gelassenheit sorgen. Innere Ruhe und Entspannung fördern auch Techniken wie Yoga oder Autogenes Training. Zudem sollte im Zuge der Familienplanung, wenn möglich, auf Alkohol und Nikotin verzichtet werden.

Worauf Kinderwunsch-Mütter achten sollten

Ein aktiver Lebensstil und eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung schaffen gute Voraussetzungen, um schwanger zu werden. So decken frisches Obst und Gemüse den Bedarf an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen im Körper. Zudem wird durch Bewegung starkes Übergewicht vermieden, welches einer Schwangerschaft im Weg stehen kann. Gut zu wissen: Wenn häufiger Geschlechtsverkehr nicht zu einer Schwangerschaft führt, kann es daran liegen, dass dabei die Zahl der Samenzellen im Sperma abnimmt. Hilfreich kann sein, den Eisprung zu erkennen, etwa mit dem OvulaRing, denn die Chance auf eine Befruchtung liegt am höchsten am errechneten Tag des Eisprungs, an den zwei bis drei Tagen davor und am Tag danach.

Fototipps vom Profi

Schwangerschaftsrechner geben schnell Auskunft

Sie sind schwanger? Wir gratulieren Ihnen!

Jetzt möchten Sie bestimmt wissen, wann Ihr Kind zur Welt kommt. Es gibt viele Schwangerschaftsrechner im Netz. Einer von Ihnen wir vom Hersteller Hipp angeboten. Er ist sehr einfach zu bedienen und gibt Ihnen sofort an, wann es voraussichtlich soweit ist. Geben Sie den Tag Ihrer letzten Monatsblutung und Ihre durchschnittliche Zykluslänge an: Danach zeigt Ihnen der Rechner den Geburtstermin, die Schwangerschaftswoche und den Beginn des Mutterschutzes.

Ab jetzt beginnt eine aufregende Zeit für Sie! Nun wächst ein ganz neuer Erdenbürger in Ihnen heran, den sie schon in Ihrer Schwangerschaft kennen lernen werden. Hat er viel Power und bewegt sich viel? Das werden Sie bald bemerken, am Strampeln und Treten. Aber keine Angst, das tut nicht weh. Im Gegenteil, es ist schön, denn sie spüren, dass es ihm oder ihr gut geht und bald mit Ihnen auch außerhalb seines neunmonatigen Zuhauses spielen will. Genießen Sie die Zeit und lassen Sie sich mit wachsendem Umfang auch mehr Zeit mit lästigen Alltagsaufgaben.Doch eines raten Frauenärzte: Schützen Sie sich möglichst vor Infektionskrankheiten.

Infektionserkrankungen während der Schwangerschaft möglichst vermeiden

Eine Reihe von Krankheitserregern ist in der Lage, die Entwicklung des Ungeborenen zu beeinträchtigen. Grundsätzlich sollte sich eine schwangere Frau von Menschen mit ansteckenden Krankheiten oder Symptomen wie hohem Fieber fernhalten. Besonders, wenn die eigentliche Erkrankung nicht bekannt ist, besteht Grund zur Vorsicht. Die Wahrscheinlichkeit ist zwar hoch, dass es sich „nur“ um eine Erkältung handelt. Dies ist für Schwangere und ihr Ungeborenes in den allermeisten Fällen harmlos. Doch es gibt auch Hinweise, dass bei Müttern, die in der Frühschwangerschaft über längere Zeit hohes Fieber hatten, die Fehlbildungsrate leicht erhöht ist. Weiterhin werden durch Fieber Wehen ausgelöst. Schützen Sie sich deshalb soweit möglich vor einer Ansteckung und stärken Sie durch eine gesunde Lebensführung Ihre Abwehrkräfte.

Also: Gesund essen, regelmäßige Bewegung, gut schlafen und kein übermäßiger Stress – das sollten die Hauptziele in Ihrer Schwangerschaft sein.

Link zum Schwangerschaftsrechner:

Neue Studie gibt Entwarnung für ältere Schwangere

Entwarnung

Studien hatte in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass für ältere Mütter ab 35 Jahren das Risiko steigt, ein Kind mit niedrigem Geburtsgewicht zur Welt zu bringen oder eine Frühgeburt zu haben. Das Ärzteblatt gibt nun mit Verweis auf eine Studie, die im American Journal of Epidemiology publiziert wurde, Entwarnung: Das höhere Alter später Mütter ist nicht der wahre Grund für das erhöhte Risiko einer Frühgeburt oder niedrigen Geburtsgewichts. Die Ursachen liegen wahrscheinlich eher in den persönlichen Lebensumständen und Verhaltensweisen der Mütter. Das zeigt eine retrospektive Studie, die in diesem Jahr im American Journal of Epidemiology publiziert wurde.

Keine Sorgen über das Alter

Die Forscher um Mikko Myrskylä, Direktor des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock und Alice Goisis von der London School of Economics untersuchten mehr als 124.000 Kinder aus finnischen Familien, in denen dieselbe Mutter mindestens zwei Kinder im Zeitraum von 1987 bis 2000 bekommen hatte. „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Frauen sich keine Sorgen über ihr Alter an sich machen sollten, wenn sie darüber nachdenken, ein Kind zu bekommen“, so Mikko Myrskylä.

Lebensumstände

Für die einzelne Mutter sei ihr Alter nicht der tatsächliche Grund für eventuell erhöhte Geburtsrisiken, so Goisis. „Die wahren Ursachen könnten eher die individuellen Lebensumstände und Verhaltensweisen der Eltern sein, die deren höheres Alter mit sich bringt.“

Quelle:
www.aerzteblatt.de

 

Mit dem Ruhepuls schwanger werden

Pulsschlag zeigt fruchtbare Tage an

Schwanger zu werden ist nicht immer einfach. Wichtig ist natürlich, die fruchtbaren Tage zu finden. Mit Ava, einem Armband des gleichnamigen Medizintechnikunternehmens, soll das jetzt einfach möglich sein.

Erhöhter Ruhepuls

Das Medizintechnikunternehmen Ava, spezialisiert auf Gesundheit und Reproduktionsmedizin der Frau, hat erste Ergebnisse seiner klinischen Studien veröffentlicht: Die Studien zeigen eine Korrelation zwischen dem Ruhepuls und den fruchtbaren Tagen auf. Demnach steigt der Ruhepuls einer Frau zu Beginn ihres Fruchtbarkeitsfensters um circa zwei Pulsschläge pro Minute an.

Der Ruhepuls ist somit ausschlaggebend für Ava, um den Anfang der fünf fruchtbarsten Tage im Zyklus einer Frau zu identifizieren. Zusätzlich misst das Ava-Armband über Sensoren acht weitere Parameter im Schlaf. Diese nutzt der Ava-Algorithmus, zusammen mit dem Puls-Wert, um die Erkennung der fruchtbaren Tage noch individueller und genauer auf eine Person abzustimmen. Andere Methoden, wie zum Beispiel Ovulationstests (LH-Tests) können nur die letzten 24 bis 48 Stunden der fruchtbaren Phase feststellen. Methoden, die sich nur an der Basaltemperatur orientieren, können sogar nur den Tag nach dem Eisprung erkennen, wenn das fruchtbare Fenster bereits vorbei ist.

Bis zu 5 Tage

„Was viele Frauen und deren Partner nicht wissen, ist, dass Frauen nur maximal fünf Tage vor dem Eisprung und am Tag des Eisprungs selbst schwanger werden können,“ sagt Prof. Dr. med. Brigitte Leeners, Expertin für Reproduktions- und Sexualmedizin und Leiterin der Studie am Universitätsspital in Zürich.

„Wir haben in unserer Untersuchung festgestellt, dass der Ruhepuls gewöhnlich während der Regelblutung am niedrigsten ist, dann aber fünf Tage vor dem Eisprung und nochmals danach, signifikant ansteigt. Ava ist die erste Technologie, die den Ruhepuls nebst anderen Werten wie Temperatur, Herzratenvariabilität, Schlaf und Bioimpedanz verwendet, um den Beginn des fruchtbaren Fensters präzise festzustellen.“

Im Voraus erkannt

„Avas Technologie ermöglicht es, im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden, die fruchtbaren Tage im Voraus zu erkennen. In der neuesten Publikation unseres klinischen Forschungspartners wird nun erklärt, warum wir das können,“ sagt Peter Stein, Mitgründer von Ava und Vizepräsident der Abteilung Forschung und Entwicklung. Die neuesten Erkenntnisse wurden im Zuge zweier separater klinischer Studien gewonnen: bei beiden Studien handelt es sich um prospektive Observationsstudien. Insgesamt wurden die Daten von 91 Frauen in der von Scientific Reports publizierten Studie analysiert, die von Prof. Dr. med. Leeners am Universitätsspital in Zürich geleitet wurde. Die Ruhepulswerte wurden dabei während des Schlafes mithilfe von photoplethysmographischen Sensoren gemessen.

Das Ziel war es, festzustellen, ob man mit einem Sensoren-Armband am Handgelenk präzise und bequem den Anfang des fruchtbaren Fensters bestimmen kann. Darüber hinaus wurde getestet, inwiefern das Sensoren-Armband Schwangerschaft oder körperliche Veränderungen während der Schwangerschaft erkennen kann. Basierend auf den klinischen Daten wurde der Ava Algorithmus validiert. Ava erkennt nachweislich 5 fruchtbare Tage mit einer Genauigkeit von 89%. Der Ruhepuls erhöht sich am Anfang des Fruchtbarkeitsfensters und steigt nach dem Eisprung weiter an, bis er in der Mitte der Lutealphase (Gelbkörperphase) seinen Höhepunkt erreicht (zu dem Zeitpunkt ist der Puls 3,5 Schläge höher als zur Zeit der Periode).

Gemeinsam mit dem Universitätsspital in Zürich hat Ava seine Testergebnisse bereits an mehreren internationalen Konferenzen in Europa und den USA vorgestellt: mitunter an den Jahreskongressen der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG), der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der American Society for Reproductive Medicine (ASRM), sowie am „World Congress of the Academy of Human Reproduction“. Die Veröffentlichung der Studie in Scientific Reports (https://www.nature.com/articles/s41598-017-01433-9?WT.feed_name=subjects_epidemiology) ist der erste Beitrag der Ava Technologie-Serie.

Weitere Themen sollen u.a. das Erkennen anovulatorischen Zyklen, Verhütung und physiologische Anzeichen von Komplikationen in der Schwangerschaft, sein. Hierfür verwendet Ava bisher erfasste Daten, sowie Ergebnisse aus weiteren klinischen Tests.

Gleichzeitig veröffentlicht Ava auch eine neue Schwangerschafts-App. So können Frauen das Ava-Armband auch während ihrer Schwangerschaft nutzen. Die neue App wird ab dem 1. Juni verfügbar sein. Die neue Funktion bietet Nutzerinnen detaillierte Infos zur Entwicklung ihres Körpers und ihres heranwachsenden Kindes. Mit der neuen Funktion können Frauen zusätzlich folgende Gesundheits-Merkmale beobachten:

  • Schlaf-Qualität und -Dauer
  • Körperliche Stressanzeichen (gemessen an der Herzratenvariabilität)
  • Ruhepuls (während der Schwangerschaft erhöht)
  • Haut-Temperatur (während der Schwangerschaft erhöht)
  • Gewicht (wird manuell eingegeben)

„Wir haben mittlerweile mehr als 50 Schwangerschaften bei Ava-Nutzerinnen bestätigt. Daher wollten wir unseren Kunden Features bieten, mit denen sie ihre physiologischen Signale auch in der Schwangerschaft beobachten können,“ sagt Lea von Bidder, Mitgründerin und CEO von Ava Science, Inc. „Avas Ziel ist es, Frauen durch all ihre Lebensphasen zu begleiten und mit diesem Update sind wir unserem Ziel ein bedeutendes Stück nähergekommen.“

Über Ava

Ava wurde 2014 von Pascal Koenig, Philipp Tholen, Peter Stein und Lea von Bidder in der Schweiz gegründet. Das Unternehmen spezialisiert sich auf neue Erkenntnisse im Bereich Medizintechnik der reproduktiven Gesundheit. Das Ava Armband hat mehrere internationale Preise gewonnen, wie zum Beispiel den The Bump “Best of Baby Tech CES 2017” Preis im Bereich Fruchtbarkeit und Schwangerschaft und den “Editors’ Choice” Preis des „Women’s Health“ Magazins.

Es ist das erste Produkt der Firma für den Konsumentenmarkt und verwendet Sensor-Technologie mit klinisch getesteten Auswertungen, um den Zeitpunkt der fruchtbaren Tage einer Frau genau und in Echtzeit feststellen zu können. Das Unternehmen will sein Produkt weiter für das Schwangerschafts-Monitoring aufrüsten und führt dazu kontinuierlich klinische Studien durch. Ava hat bis dato USD12.3M (EUR11.5M) an Investitionen erhalten und ist in Zürich und San Franzisco zu Hause.

 

Perfekte Babyfotos schießen

Babys richtig Fotografieren

Fotos sind Erinnerung fürs Leben. Aber wie gelingen gute Babyfotos? Und was muss man bei Gruppenfotos beachten? Wir verraten Ihnen ein paar Tipps, damit Ihre Bilder eine schöne und bleibende Erinnerung für alle Beteiligten werden

Die Begeisterung der Großen beim Anblick eines kleinen Wonneproppens kennt kaum Grenzen. Klar, dass die stolzen Eltern jeden Entwicklungsschritt und schöne Momente als Erinnerung für immer im Bild festhalten möchten. Tatsächlich lassen sich die Kleinen bestens fotografieren. Immer natürlich und mit Begeisterung bei der Sache – anders als Erwachsene, die oft Posen einnehmen und animiert werden wollen. Die schönen Momente im ersten Lebensjahr lassen sich mit unseren Tipps im Bild festhalten.

Tipps fürs Babyportait

Auf Augenhöhe fotografieren

Das Leben von Säuglingen und Kleinkindern spielt sich hauptsächlich auf dem Boden ab. Beim Fotografieren sollte man sich deshalb auch auf den Bauch legen. So entstehen schöne Schnappschüsse auf Augenhöhe!

Mit Tele

Auch wenn die Kleinen nicht bewusst posieren, sollte man nach Möglichkeit ein Tele einsetzen. So kann man aus größerer Entfernung tolle Portraits machen, ohne die Kleinen bei ihrer natürlichen Beschäftigung zu stören.

Bewegte Babys bewegen

Ein schlafendes Baby ist ein schöner Anblick, aber Babys in Aktion bringen einfach mehr Lebensfreude rüber. Schöne Aufnahmen entstehen, wenn die Kleinen krabbeln oder mit ihren kleinen Händen freude- strahlend nach Gegenständen greifen.

Serienfotos

Babys bewegen sich schnell, und daraus ergeben sich viele schöne Fotomotive. Die hält man am besten im Bild fest, wenn man das Sport-Programm zuschaltet. So kann man Serienbilder in schneller Folge schießen und tolle Momente für immer im Bild festhalten.

Besser ohne Blitz

Ein heller Hintergrund (z. B. Fenster) macht den Einsatz von Blitzlicht überflüssig. So umgeht man auch das Risiko roter Augen.

Tipps fürs Familienfoto

Familienfeste bieten jede Menge Gelegenheiten, die Generationen gemeinsam im Bild zu vereinen.

Der Aufbau macht’s

Im Vordergrund des Bildes stehen die Kleineren, im hinteren Bereich sind die Größeren zu sehen. Ein Haustier lockert das Foto zusätzlich auf. Um die Personen als Gruppe wirken zu lassen, ist es wichtig, dass alle nah zusammenrücken. Für eine gelungene Anordnung wählt man am besten einen Platz, an dem jeder gut positioniert werden kann, etwa ein Sofa oder eine Treppe. Wenn man das Foto aus etwas erhöhter Position macht, sind alle gut erkennbar. Ein neutraler, ruhiger Hintergrund trägt dazu bei, dass der Fokus auf der Gruppe liegt.

Mehr ist Mehr

Manchmal dauert es eine Weile, bis die Familie positioniert ist und alle an der richtigen Stelle stehen/sitzen. Deshalb sollte man Bilder schnell hintereinander machen. So entsteht keine Langeweile, und es entstehen oft besonders originelle Aufnahmen.

Einzelaufnahmen

Ein Porträt sollte möglichst spontan und authentisch wirken. Doch bei Aufnahmen sind viele häufig ein wenig aufgeregt. Der Fotograf schafft Abhilfe, indem er sich mit dem Modell unterhält und eine „Wohlfühlatmosphäre” erzeugt. Bei lebhaften Kindern kann zusätzlich ein Spielzeug helfen. Die Bilder gelingen am besten mit einer Spiegelreflexkamera mit Teleobjektiv oder dem Porträtprogramm der Kompaktkamera.

Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft

Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel während der Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangere Frauen erhalten viele Empfehlungen, vor allem Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine gelten nun als wichtige Zusätze. Diese Empfehlung ist teilweise richtig, doch was ist notwendig, was überflüssig und was vielleicht sogar schädlich für das ungeborene Kind? Grundsätzlich gilt: Schwangere sollten keine Selbstmedikation betreiben, sondern vor der Einnahme alles mit ihrem Gynäkologen besprechen und sich ansonsten vollwertig und ausgewogen ernähren.

Folsäure

sollten Frauen schon zu sich nehmen, wenn sie schwanger werden wollen. Fehlt das Medikament in der Frühschwangerschaft kann das Kind einen sogenannten Neuralrohrdefekt bekommen. Dieser Defekt führt im schlimmsten Fall zum Tod oder zu schwerwiegenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Folsäure wird schon in der dritten bis vierten Schwangerschaftswoche nach der Befruchtung vom Körper benötigt. Zu diesem Zeitpunkt wissen die meisten Frauen noch nicht, dass sie schwanger sind. Deshalb empfehlen Frauenärzte die Einnahme von 400 Mikrogramm pro Tag schon beim Kinderwunsch.

Jod

sollten Frauen in der Schwangerschaft ebenfalls täglich einnehmen. Der Bedarf von Jod steigert sich in der Schwangerschaft um 20 Prozent, 100 Mikrogramm sollten Frauen zusätzlich täglich zu sich nehmen.

Fischöl

ist unter Experten etwas umstritten. Einige Studien legen nahe, dass es das Risiko von Frühgeburten vor der 34. Schwangerschaftswoche senkt, darüber hinaus das Allergierisiko beim Nachwuchs vermindert und die Entwicklung der Hirn- und Sehfunktion beim Embryo verbessert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt daher, die Aufnahme von 200 Milligramm Omega-3-Fettsäure pro Tag. Einige Experten halten daher die Einnahme von Fischöl für empfehlenswert, andere halten zwei bis drei Fischmahlzeiten in der Woche für ausreichend.

Vitamin D

ist wichtig für das Knochengerüst. Einige Studien deuten darauf hin, dass die kindliche Knochengesundheit im Schulalter von der zusätzlichen Aufnahme von Vitamin D in der Schwangerschaft profitiert. Besonders im Winter, wenn die Sonneneinstrahlung in Deutschland für die Vitamin-D-Produktion versiegt, sei die zusätzliche Einnahme angezeigt.

Eisen

Unter einer Eisenmangelanämie leiden etwa 10 bis 20 Prozent der Schwangeren. Sie müssen zusätzlich Eisen zu sich nehmen. In einer Blutuntersuchung beim Gynäkologen lässt sich der Status genau ermitteln. Experten raten davon ab, ohne Indikation Eisen in hohen Mengen einzunehmen. Welche Auswirkungen eine Überdosierung von Eisen auf die Schwangeren und ihr Kind haben könnten, ist nicht bekannt.

Magnesium

gehört ebenfalls zu den Ergänzungsmitteln, die fast alle Schwangeren einnehmen, ohne zu wissen, ob bei ihnen ein Mangel vorherrscht. Studien zeigen, dass kaum eine Schwangere unter Magnesiummangel leidet. Jedoch gibt es für schwangere Frauen, die ein Risiko für eine Schwangerschaftsvergiftung haben, einen Vorteil: Durch die zusätzliche Einnahme von Magnesium können sie vor ihr geschützt werden.

Für die meisten wasserlöslichen Vitamine zu denen das Vitamin C und alle B-Vitamine wie z.B. das Vitamin B6 oder auch Folsäure gilt: Sie sind meistens in ausreichendem Maße im Körper vorhanden , doch überdosiert richten sie keinen Schaden an. Der Körper scheidet sie wieder aus. Nur das Vitamin B12 kann in der Leber gespeichert werden.

Vorsicht ist bei fettlöslichen Vitaminen wie den Vitaminen A, D, E und K in zu hohen Dosen geboten. Sie werden im Körper gespeichert. Vitamin A kann bei einer Überdosierung zu Fehlbildungen des Kindes führen. Jedoch gilt auch hier Entwarnung: In den von Apotheken und Drogerien bereitgestellten Ergänzungsmitteln werden solch hohe Dosierungen nicht angeboten.

Für die Angebote im Internet gilt diese Entwarnung nicht.

Was soll ich nehmen?

Es gibt eine Fülle an Präparaten für Schwangere. Vor der Einnahme sollte sich jede schwangere Frau mit ihrem Gynäkologen beraten.

Das neue Produkt Doppelherz system Kinderwunsch DHA+EPA+Folsäure setzt besonders auf Omega-3-Fettsäuren, die werdende Mutter und Schwangere wird daher intensiv mit einem Omega-3-Konzentrat versorgt, dazu enthalten die Kapseln noch einen hohem DHA- und EPA-Gehalt in Kombination mit Folsäure sowie weiteren Nährstoffen.

Elevit 2 von Bayer geht gezielt auf die Ansprüche der fortschreitenden Schwangerschaft ein. Das Produkt greift auf einen Vitamin- und Mineralstoffkomplex zurück, der speziell für das zweite und dritte Schwangerschaftstrimester und die Stillzeit konzipiert ist. Die Kapseln enthalten Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA), 400 μg Folat als Folsäure und Metafolin, Jod und Selen für die Schilddrüsenfunktion, das Nervensystem und den Energiestoffwechsel, Eisen und die Vitamine B6 und B12, Vitamin D und Vitamin C.

Für Frauen, die zum Beispiel keine Tabletten oder Kapseln mögen, hat die Marke Babys Life einen Schwangerschaftsdrink entwickelt, der alle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in 60 Milliliter vereint. Den Drink gibt es in der Apotheke.

 

Kinder sicher aufwachsen lassen

Kinderwunsch: Fruchtbare Tage im Schlaf finden

Etwa sechs Millionen Menschen in Deutschland haben einen Kinderwunsch, der sich nicht so leicht verwirklicht wie erhofft – für zwei Millionen bleibt er dauerhaft unerfüllt. Eine natürliche Möglichkeit, die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft zu erhöhen, ist die Temperaturmethode. Sie ist sehr zuverlässig und seit Jahrzehnten bestens erforscht. Allerdings ist sie auch aufwändig und birgt Fehlerquellen. Das neue hormonfreie Wearable „trackle“ hat die Temperaturmethode verbessert, automatisiert und in die digitale Welt übertragen. Frauen finden ihre fruchtbaren Tage dadurch buchstäblich wie im Schlaf. Mit einem Crowdfunding will das Medizinprodukt noch in diesem Jahr den breiten Markteintritt schaffen.

trackle basiert auf standardisierten Methoden der symptothermalen Familienplanung, die sehr gut erforscht sind. Im Mittelpunkt steht dabei die tägliche Erfassung und exakte Bestimmung der niedrigsten Körperkerntemperatur. Zusätzlich werden weitere Informationen zum Zyklus erfasst. Die Temperaturmethode wird von vielen Frauen zur Familienplanung sowie zur Verhütung eingesetzt und ist so sicher wie die Pille – bei korrekter Anwendung. Aber genau hier liegt eine Hürde: Die Umsetzung ist nicht so einfach und gilt bei vielen Frauen deshalb als unsicher. Beispielsweise ist die nur punktuell gemessene Aufwachtemperatur oft durch äußere Einflüsse ungenau. Auch die Übertragung der Temperatur per Hand auf das Zyklusblatt oder in eine App birgt Fehlerpotenzial.

trackle vereinfacht Temperaturmethode

Der Temperatursensor trackle bewahrt die Vorteile der bewährten Temperaturmethode und minimiert gleichzeitig häufige Fehlerquellen: Das kleine Wearable ist tampongroß, voll in Silikon gegossen und wird in der Nacht vaginal getragen. Dort wird die Körperkerntemperatur über die gesamte Dauer des Schlafes äußerst zuverlässig und genau gemessen. Morgens sieht die Nutzerin die Ergebnisse sofort und anschaulich auf ihrem Smartphone. Katrin Reuter, Gründerin und Geschäftsführerin von trackle, erklärt: „Tagsüber kommt der Sensor in seine Box zum Aufladen. Von dort werden die Daten drahtlos auf das Handy übertragen. Die trackle App zeigt dann genau an, ob sich die Frau in einer fruchtbaren oder nicht fruchtbaren Zyklusphase befindet. Durch die intelligente Technik macht das selbstlernende System extrem gute Prognosen.“

Auch die Frauenärztin Dr. Tonja Ameziane aus Bonn ist von dem innovativen System überzeugt: „Aus medizinischer Sicht ist trackle absolut sinnvoll. Bei jeder Frau steigt die Körperkerntemperatur um den Zeitpunkt des Eisprungs herum an. Das ist somit ein sehr wichtiges Merkmal zur Bestimmung der Fruchtbarkeit und auch für uns Ärzte sehr aussagekräftig.“ Der Wert wird in Beziehung zu den Werten der anderen Nächte gesetzt, um verlässlich den Eisprung vorherzusagen. Die Suche nach den fruchtbaren Tagen kann durch das zertifizierte Medizinprodukt einfach in den Alltag integriert werden.

Markteintritt mit Crowdfunding


trackle wurde in Deutschland entwickelt, auch die Produktion wird vollständig in Deutschland sitzen. Um den Markteintritt zu ermöglichen, hat die trackle GmbH eine Crowdfunding-Kampagne auf www.startnext.de ins Leben gerufen. Reuter ist davon überzeugt, dass der Bedarf an Produkten wie trackle groß ist: „Mit dieser Kampagne sammeln wir Geld und Vorbestellungen, um den Markteintritt sobald wie möglich realisieren zu können.“

Das Projekt kann auf www.startnext.de/trackle unterstützt werden. Dort stehen verschiedene sogenannte „Dankeschöns“ wie ein Early Bird trackle System, ein Treffen mit den Startup-Gründer/-innen oder ein Fanpaket bereit.

Für die langfristige Finanzierung hat sich das Unternehmen bereits Unterstützung von Investoren/-innen und Institutionen wie der NRW.Bank gesichert sowie weitere Unterstützung aus Startup-Wettbewerben wie dem Rheinland-Pitch. Vom Beirat „Digitale Wirtschaft NRW“ ist trackle als eines der zehn innovativsten Startups vom 20. bis 24. März zur CeBIT eingeladen worden (Startup Halle „Scale 11“ am DWNRW-Stand, Halle 11, B 56).

Über die trackle GmbH


Die trackle GmbH ist ein Hightech Startup aus Bonn und wurde im Dezember 2015 gegründet. Wir entwickeln und vertreiben ein Wearable Device, das Frauen im Zyklustracking unterstützt: Durch Erfassung und Auswertung der Körperkerntemperatur können sie ihr individuelles Fruchtbarkeitsfenster erkennen. Das ist wichtig für alle Frauen, die einen Kinderwunsch haben und für solche, die mit alternativen Methoden verhüten möchten. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter www.trackle.de

Lieber keine Lakritze

Finger weg von Lakritze

Ist Lakritze in der Schwangerschaft gefährlich?

Ob als Schnecken, Rauten oder Taler: Lakritze als Süßigkeit schmeckt Groß und Klein. Dabei ist die aus dem Wurzelextrakt des Echten Süßholzes gewonnene Nascherei nicht nur lecker, sondern im Gegensatz zu anderen Süßigkeiten auch noch figurfreundlich. Doch eine finnische Studie zeigt jetzt, dass schwangere Frauen lieber die Finger von Lakritze lassen sollten. Warum das so ist, erklärt medicalpress.


Süßholz raspeln

Schon Tutenchamun soll ein Fan von Lakritze gewesen sein. Nicht nur im alten Ägypten nutzte man die therapeutische Wirkung des Safts der Süßholzwurzel bei Magenbeschwerden und Erkrankungen der Atemwege. Ihre wesentlichen Bestandteile sind Glycyrrhizin, Triterpene, Saponine, Flavonoide, Isoflavonoide und Chalkone. Doch gerade Glycyrrhizin steht in der Kritik: Es kann den Elektrolythaushalt des Körpers beeinflussen und zu Bluthochdruck, Kopfschmerzen und Ödemen führen.

Süßes oder Saures

Ironie des Schicksals: Gerade die Schwangerschaft gilt als eine Zeit, in der sich viele Gelüste einstellen. Beinahe 85 % aller Schwangeren kennen das Gefühl des plötzlichen Heißhungers. Viele von ihnen verspüren eine enorme Lust auf Süßigkeiten, die auf einen möglichen Vitamin-B-Mangel hindeuten könnte. Doch Lakritze sollten sie meiden. Der Grund: Bereits seit einiger Zeit ist bekannt, dass das in dem Wurzelextrakt enthaltene Glycyrrhizin die Wirkung des Stresshormons Cortisol erhöht. Das Team um Dr. Katri Räikkönen von der Universität Helsinki hat herausgefunden, dass Glycyrrhizin langfristige Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben kann.
Die Autoren der Studie, die im American Journal of Epidemiology veröffentlicht wurde, haben zu diesem Zweck 378 Kinder untersucht, deren Mütter während der Schwangerschaft große Mengen (mehr als 500 mg Glycyrrhizin pro Woche) und wenig (weniger als 249 mg Glycyrrhizin pro Woche) bis gar keine Lakritze zu sich nahmen. Dabei sind 500 mg Glycyrrhizin in etwa 22,6 g Lakritze enthalten.Das finnische Team wollte herausfinden, ob der Verzehr von Glycyrrhizin durch die Mütter mit endokrinen oder psychiatrischen Auffälligkeiten verbunden war oder die kognitiven Fähigkeiten der Kinder beeinflusste.

Die Wurzel des Übels?

Die Forscher fanden heraus, dass die Töchter der Mütter, die über 500 mg Glycyrrhizin in Form von Lakritze zu sich genommen hatten, sowohl eine höhere Körpergröße als auch einen höheren Body-Mass-Index aufwiesen. Gleichzeitig waren sie in einem fortgeschrittenen Stadium der Reifung. Der IQ der Kinder von den Frauen war im Durchschnitt um sieben Punkte niedriger. Auch die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von ADHS erwies sich als 3,3-fach höher. Zwischen beiden Gruppen wurden Unterschiede im Cortisolspiegel nachgewiesen.
Die Wissenschaftler sind der Ansicht, dass Frauen, die schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, sich über die möglichen Auswirkungen von Glycyrrhizin informieren sollten. In Finnland landete Lakritze auf der Liste der Ernährungsempfehlungen des Institute of Health and Welfare in der Kategorie „nicht für Schwangere empfohlen“.Text: medicalpress.de